WordPress PlugIns

Erweiterungen

PlugIns für WordPress

… gibt es gefühlt unendlich viele – und die meisten davon via WordPress.org auch noch kostenlos. Da kommt man als WordPress-Betreiber schnell in den Teufelskreis der „Qual der Wahl“, zumal einem ja – gerade am Anfang – auch jegliche Erfahrung fehlt. Wenn es dir jetzt genau so geht, dann lies einfach weiter – ich hoffe, es hilft dir ein bisserl 😉 …

Generelle Hinweise und Überlegungen

Da sich meine Vorlieben und Erfahrungen bezüglich der WordPress PlugIns über die Zeit entwickeln, ist dies ein Beitrag, der von mir regelmäßig angepasst wird.

Zunächst solltest du dir beim Thema WordPress PlugIns aber einmal im Klaren sein, das auch hierbei gilt „everything comes with a price“ – also wie überall im Leben ist nichts wirklich umsonst: Jedes PlugIn braucht Speicherplatz im Servermemory, benötigt Process- und Rechenzeit, verwendet oder teilt sich mit anderen Komponenten Programmressourcen und Speicherbereiche. Das bedeutet konkret, dass PlugIns deine ganze Webseite gegen die Wand fahren können, wenn sie sich die Quere kommen, den Server vielleicht überlasten oder gar bösen Hackern ein Einfallstor bieten könnten – und so die relativ stabile und sichere Software des Kernsystems WordPress nicht nur um die von dir gewünschte Funktionalität erweitern.
Und wenn du deine WordPress-Funktionserweiterung gerne kostenlos willst, musst du dabei hoffen, dass der entsprechende PlugIn‑Entwickler sauberen, schnellen Code abliefert, und das weiterhin ohne Bezahlung auch noch permanent und ständig – also wenn WordPress sich weiter entwickelt und verändert, muss er immer wieder Updates für dich nachschieben wollen…

Welche PlugIns sind denn nun sinnvoll?

Ok, ok, die Frage stellt sich ja jedem sehr schnell, sobald er das erste Mal WordPress auf seinem Webserver installiert hat. Und dazu hat deshalb auch fast jeder Blog, der sich nebenbei etwas dem Thema WordPress widmet, eine entsprechende Liste anzubieten. Genau das mache ich hier jetzt auch mal – denn ich kann dir gerne meine Vorlieben und Empfehlungen mit auf den Weg geben, die sich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen entwickelt haben.

Weil aber hier gilt „weniger ist mehr“ – das dir hoffentlich auch klar geworden ist, wenn du den obigen Abschnitt „Generelle Hinweise“ gelesen hast –, bin ich bei einigen der PlugIns hin und her gerissen, ob sie überhaupt sinnvoll genug sind. Andere dagegen sehe ich als absolutes „muss“ an – und mit diesen fangen wir am besten einmal an:

Must-have WordPress PlugIns

1) Backup PlugIn(s)

Sobald du deine WordPressinstallation im Netz am Laufen hast, installiere dir ein PlugIn, das dir ein Komplettbackup erstellen kann. Ich bevorzuge dafür UpdraftPlus Backup and Restoration (Free Version). Als Alternative kannst du aber auch das BackUpWordPress PlugIn nutzen…
Ein Backup-PlugIn brauchst du unbedingt, glaube mir: Wenn du einmal ein System neu aufsetzen musstest, dir einmal wichtige Texte oder Daten verloren gegangen sind, wirst du eh niemals mehr ohne Backup unterwegs sein. Deshalb installiere – quasi als deine allererste Amtshandlung als WordPress-Admin mindestens ein Backup-PlugIn!

2) Limit Login Attempts

Macht das, was der Name sagt: Wenn jemand versucht, deine WordPress-Installation zu Hacken, werden die LogIn-Möglichkeiten ins Backend deiner Seite bei mehreren fehlerhaften Versuchen reduziert bis hin zur zeitlichen Sperrung der Login-Möglichkeit (die Angriffe kannst du dir optional auch per Mail mitteilen lassen). Aus meiner Sicht ein absolutes Muss, zumindest gegen alle Freizeit-Hacker, die sich eben mal an deiner Webseite ausprobieren möchten (wenn du nicht ein anderes Security-PlugIn installieren willst, das dieses Feature bereits integriert hat).
Gegen professionelle Gegner ist das PlugIn allerdings nutzlos, da diese mit wechselnden IP-Adressen reinkommen und somit den hier implementierten Mechanismus der zeitweiligen Sperre glatt umgehen… Naja, ich mag’s trotzdem 🙂 …

3) Antispam Bee

Die europäische Antwort von Sergej Müller auf das vorinstallierte Anti-SPAM WordPress PlugIn Akismet. Dokumentation, Funktion und Features findest du im Antispam Bee Wiki.

4) Ultimate Nofollow

Falls du die „nofollow“-Tags nicht alle für jeden deiner Links per Hand ins HTML eintippen willst, hilft dir dieses PlugIn wirklich weiter. Du weißt noch nicht, was „nofollow“ bedeutet? Wenn du nicht spontan danach bei Google schauen magst: Dafür schreibe ich demnächst noch einen kleinen Beitrag. Aber egal, ob du es weißt oder nicht, installiere einfach das PlugIn – es tut dir nicht weh und du wirst es noch brauchen – darauf gebe ich dir mein Ehrenwort!
[Anmerkung: Da ich aktuell mit dem Kauf-PlugIn wpSeo* unterwegs bin, das diese Funktionalität ebenfalls integriert hat, habe ich das Ultimate Nofollow im Moment wieder deaktiviert.]

5) 2 Click Social Media Buttons

Auch, wenn das Impressum in den Datenschutzerklärungen die Besucher deiner Webseite möglicherweise davor warnt, dass Google+, Facebook, Twitter und Co. deine Besucher tracken werden, weil du solche Social Media Buttons verwendest, finde ich es persönlich als Besucher nicht gut. Und deshalb mag ich es meinen Websitebesuchern auch nicht antun. Dabei hilft dieses PlugIn, da es zweistufig arbeitet und beim ersten Abruf meiner Beiträge/Seiten auch nichts an die Social Media Plattformen übertragen wird – der Besucher muss sich erst aktiv dafür entscheiden… Eine genaue Beschreibung findest du auf der Seite des Entwicklers Helmut-Peter Pfeufer.

Nice to Have PlugIns

6) Top10

Dieses PlugIn zeigt dir – wie der Name schon vermuten lässt – die 10 populärsten Posts/Seiten deiner Website in einer Rangliste im Dashbord an, einmal für den betreffenden Tag und über die gesamte Laufzeit. Damit schaffst du dir einen recht schnellen Überblick, welche Seiten oder Artikel auf deiner Webseite am besten gehen…

7) Advanced Responsive Video Embedder

Ermöglicht die Einbindung von Videos über Shortcode und Übergabe einiger Parameter. Grundsätzlich kannst du Videolinks auch direkt in WordPress einbinden, ich bevorzuge aber die vom Videoembedder unterstützte Art der Einbindung.

8) TinyMCE Advanced

… ist eine Erweiterung für den visuellen Beitragseditor, der diverse Komfortfunktionen oder Shortcut-Buttons für die Bearbeitungsmenüleiste mitbringt, die die Artikel- und Beitragserstellung gut unterstützen.

9) Contact Form 7

… ist – gepaart mit Really Simple CAPTCHAdas Kontaktformular PlugIn schlechthin, wenn du auf deiner Webseite deinen Besucher sowas anbieten möchtest. Alternativ dazu könnte ich dir auch Fast Secure Contact Form zum Ausprobieren empfehlen…

10) Newsletter

Ist ein kostenloses Newsletter PlugIn, das auch noch bei beliebig vielen Abonnenten kostenlos von dir genutzt werden kann – auch wenn es durchaus eine kostenpflichtige „Pro“-Version gibt.
Der aus meiner Sicht schickste Unterschied gegenüber anderen Newsletter-PlugIns besteht aber darin, dass die Daten auf deinem eigenen Server bzw. Webspace verwaltet werden. Ob Speicher und Performance bei dir dafür ausreichen, mag ich nicht beurteilen – ich persönlich mache mir dazu erstmal keine Sorgen, da mein Pro-Hostingpaket bei Domain Factory* das können sollte.

11) Responsive Lightbox

Stellt Fotos bei Bedarf und per Click größer und mehrere Fotos auch in einer Galerie-Ansicht dar. Außerdem wird die Fotoansicht für Mobilgeräte optimiert…
Noch setze ich es ein, aber ich bin etwas unschlüssig, ob dadurch viel Mehrwert für meine Seitenbesucher entsteht, da ich Bilder mittlerweile oft stärker reduziert auf dem Server ablege – ohne dazu eine große Version zur Verfügung stellen zu wollen.

12) Pretty Link Lite

Verkürzt dir beliebige Links und covert bzw. cloaked diese über deinen Domainamen. Außerdem kannst du damit die Clicks auf diese generierten Links tracken. Dies sind gerade im Umfeld des Affiliatemarketings sinnvolle Features. Aber aktuell ist das PlugIn bei mir noch deaktiviert, zumal das von mir verwendete Kauf-PlugIn wpSeo* zumindest das Link-Cloaking via URLs der eigenen Website ebenfalls schon mitbringt.

WordPress Sicherheit

Es gibt diverse Security PlugIns (nur ein paar brauchbare Beispiele – BulletProof Security, Sucuri Security), die recht umfassend und viel in die WordPress Installation eingreifen. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden und setze trotz ihres Potentials diese hier genannten PlugIns nicht weiter ein. Vielmehr versuche ich, über eine brauchbare .htaccess-Datei die Seite einigermaßen zuzunageln – aber das ist Thema eines anderen Beitrags.

Als gute Ergänzung zum Thema WordPress PlugIns möchte ich dich hier noch auf einen Artikel von David Keulert (auf Peer Wandigers Blogprojekt) aufmerksam machen, der sich mit der Qualität von WordPress PlugIns und die Möglichkeit, diese zu testen, befasst. Der Link dahin: „WordPress Plugins vor der Installation auf ihre Qualität prüfen!“

wpSEO WordPress SEO Plugin

[Letztes Update dieses Beitrags: 19.04.2017]

Wenn du der Meinung bist, dass dein „ultimative super-duper-LieblingsplugIn“ in meiner Liste noch fehlt, dann teile das doch mir und den Bloglesern in einem Kommentar mit! Ich freue mich 😉 …

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