Schatzsuche 💎 👑 – auf den Spuren der Freibeuter 🏴‍☠️

Schatzsuche

Ob in Bombay, Shanghai, Bilbao oder London – Matrosen, die sich bei Landgang in verqualmten Hafenkneipen trafen, erzählten sich die grausamsten Geschichten über ihn.
Zu Recht – war er doch der gefürchtete Schrecken der Weltmeere.

WeltkugelEr, der bei seinen Beutezügen und Plünderungen zu Wasser, jetzt immer öfter aber auch zu Land den Menschen Tod, Leid und Schmerz brachte. Was keiner wusste – natürlich nur in den von Majestät freigegebenen Regionen und Angriffszielen. Er war mit sich und der Welt zufrieden.

Schoner Mast TakelageFrei sein, wie ein echter Pirat – und dabei doch unter dem Schutz der englischen Krone segelnd. Aber heute waren sie einmal nicht auf Kaperfahrt. Nein, sie waren in einer anderen Mission unterwegs – aus seiner Sicht war es die wichtigste Mission ihres Lebens.

Der Freibeuter Morgan

Papagei sitztDie Gischt auf dem Wasser leuchtete schneeweiß im Licht der grellen Mittagssonne. Piratenkapitän Morgan blinzelte in die türkis schillernden Meeresfluten der Karibik und dann wieder zurück in Richtung der hellgrün bewucherten kleinen Insel. Vor ihnen lag eine wunderschöne Bucht, auf die sein Steuermann jetzt den Kurs des großen, stolzen Schiffes ausrichtete – mit geübt geschickten Schlägen, denn gegen den ablandigen Wind war das alles andere als einfach.

Hund mit SchatzNiemand wusste, dass sie heute hier waren. Und er war sich sicher, dass absolut niemand die Insel kannte. Er hatte sie mit seiner Mannschaft eher zufällig entdeckt – vor 4 oder 5 Jahren. Schon damals wusste er, dass sie wieder kommen werden – irgendwann. Und heute war es endlich soweit: Sie hatten nach einigen erfolgreichen Plünderungen so viele Schätze eingesammelt, dass sie jetzt erstmal wieder was davon loswerden mussten. Unbedingt – bevor sie durch einen dummen Zufall damit erwischt wurden. Er schmunzelte, und der Steuermann neben ihm bemerkte jetzt, dass er – „sein Kapitän“ – gute Laune hatte, trotz der vielen Narben im Gesicht und seiner großen Augenklappe, die es sonst immer sehr schwierig machten, seinen Gemütszustand auch nur vage einzuschätzen.

Taue / TakelageIn sicherem Abstand zum Strand – und den tückischen Untiefen davor – wurde auf Befehl des Steuermannes der schwere Anker zu Wasser gelassen, während das Schiff vom Steuermann selbst geschickt in den Wind gedreht wurde und schnell an Fahrt verlor. Der Anker grub sich während dieses Manövers in den weichen Grund und die schwere Ankerkette sorgte schließlich dafür, dass der mächtige Segler nach nur kurzem, rückwärtigem Treiben knirschend und im Gebälk quietschend zum Stillstand kam.
Für die anderen weiterhin nicht erkennbar, lächelte Morgan immer noch. Heute war sein Tag, an dem er alles, ja wirklich alles, für seinen Ruhestand vorbereiten würde. Die mitgebrachte Beute war so üppig, dass er einen Großteil seines Anteils zusammen mit denen der anderen hier verstecken konnte, um später – im Alter, wenn sie nicht mehr die Kraft für Raubzüge hätten – entspannt davon leben zu können. Als er sich wieder umschaute, waren die Beiboote bereits zu Wasser gelassen und einige Matrosen hatten schon mit dem Verladen der Beute begonnen. In der Nähe machten zwei Delphine schnatternd Luftsprünge, womit sie die von den Piraten gebotene Abwechslung willkommen hießen.

Während die Mannschaft einen Großteil des Schatzes schnell ins Landesinnere brachte, wurden von Morgans Adjutanten auf einer Kuhhaut Weg und Versteck sorgfältig dokumentiert. Natürlich so, dass ein uneingeweihter die mit heißer Nadel angefertigte Kritzelei nicht gleich verstehen und für sich nutzen konnte – sollte diese Karte wider Erwarten doch mal abhandenkommen.

Piratenschatz

Das alles geschah bereits im Jahre 1687 – ein halbes Jahr, bevor Kapitän Morgan mitsamt seines Schiffes und der Mannschaft für immer verschwand. Absolut weg von der Bildfläche – und wiedergefunden wurden sie niemals mehr. Trotzdem glauben noch heute die meisten Seeleute, dass er mit seinem Schoner irgendwo da draußen weiter auf seiner letzten großen Kaperfahrt umherirrt – und sie fürchten ihn deshalb immer noch, vor allem in der Nacht.

Wir sind da

Papagei fliegtHeute stehen wir auf genau demselben Strand, wie Morgan und seine Männer damals – mit einer Kopie einer sehr, sehr alten Karte. Allerdings wissen wir nichts von einem Kapitän Morgan. Auch nichts darüber, was er hier gemacht haben könnte. Das einzige, was wir haben, ist diese Karte – dazu etwas Abenteuerlust und eine Idee. Wissen aber –  das haben wir schon mal generell nicht… Sich das einzugestehen, ist sehr viel Wert: Es senkt die Erwartungen und erhöht den Überraschungseffekt. Manchmal zumindest. Ich denke kurz zurück, wie alles begann…

Am Hafen von Jakarta

Vor einem Jahr auf Java – in einer kleinen Spelunke am Hafen von Jakarta – machten wir es uns am späteren Nachmittag nach einem langen Stadtspaziergang gemütlich. Unsere Beine schmerzten deutlich. Und dort trafen wir – während unserer wohlverdienten Ruhepause – auf einen alkoholisierten Seebären mit schneeweißem Bart, der offensichtlich schon den ganzen Tag in dieser Kneipe verbracht hatte. Wir sahen uns an und dachten uns, dass er wohl schon bessere Tage gesehen haben musste. Naja, und von ihm hatten wir dann diese Karte gegen eine Flasche Jamaika-Rum eingetauscht – einfach so. Dabei bestand diese „Karte“ aus nicht viel mehr als ein paar Zahlen, Strichen, Pfeilen und auch Kreuzchen. Diese Symbole soll vor langer Zeit mal jemand – offensichtlich mit einer glühenden Nadel – auf diesen Lederfetzen gezeichnet haben. Und der alte Seebär behauptete dazu immer wieder steif und fest, dass dieser Lederfetzen den Weg zu einem großen Schatz weisen würde. Er sei aber viel zu alt, um noch die Strapazen einer Bergung auf sich zu nehmen.

SchatzkarteWir hatten ihm natürlich kein Wort geglaubt. Aber um ihn nicht zu enttäuschen, haben wir einfach so getan, als ob. Was war schon eine Flasche Rum gegen die Bereicherung durch die vielen Geschichten, die er uns noch erzählen konnte. Wir steckten die Karte einfach in unseren Rucksack und haben sie schließlich schnell vergessen. Bis sie uns daheim beim Auspacken der Sporttaschen, Jutebeutel und Rucksäcke – aber erst nach dem abschließenden Durchstöbern und Leeren der kleinen Seitentaschen – wieder in die Hände fiel. Das erinnerte uns an den lustigen Abend. Und wir machten uns – mehr aus Spaß – daran, sie doch mal genauer zu untersuchen. Dabei kam in uns so ein unbestimmter Verdacht auf, dass der versoffene Alte mit seinen Behauptungen und Schwüren doch Recht gehabt haben könnte. Aus dem Bauchgefühl erwuchs erst die Neugier, dann unsere Abenteuerlust. Und wir fingen an, systematisch die Hintergründe zu recherchieren. War es anfangs noch behutsam und langsam, wurde es nach einer Stunde immer intensiver und hektischer…

Am Rand der Karte waren recht deutlich auch einige nautischen Koordinaten verzeichnet. Dank des Internets stellte sich rasch heraus, dass diese Koordinaten tatsächlich zu einer klitzekleinen Insel im Karibischen Ozean passten. Also gab es dort eine Insel – in echt und wirklich. Boah! Und viel schneller, als wir auch nur „piep“ sagen konnten, war in uns die Idee zu einer Expedition geboren.

Weltkarte

Am Strand – im hier und jetzt

Diese Koordinaten am Kartenrand, die uns gerade eben noch den Weg bis hierher gewiesen haben, haben jetzt ihre Schuldigkeit getan. Aber was nun? Wir stehen ratlos in der gleißenden Sonne und versuchen uns zu sammeln. Wo ist auf der Karte eigentlich Norden? Wieweit im Gelände sind 5 Striche auf der Karte in eine bestimmte Richtung? Woran – in der vom Dschungel überwucherten Landschaft – könnten wir uns orientieren?

Ehrlich gesagt, hatten wir uns das alles einfacher vorgestellt – außerdem viel kleiner und vor allem übersichtlicher. Aber das war am Anfang von allem, als wir noch händeringend und mit vollem Enthusiasmus versuchten, einige Leute zur Teilnahme an „unserer“ Expedition zu bewegen.

Und jetzt? Jetzt sind wir hier, am vermeintlichen Ziel angekommen und doch gefühlt wieder viel weiter weg, als noch vor ein paar Stunden – wo wir inmitten der hohen See waren. Mit direktem Kurs ins Abenteuer, zu Reichtum und Ruhm…

Frau am Strand

Frau mit SonnencremeWährend unsere Frauen den Strand inspizieren und es sich mit Handtüchern und Badesachen bewaffnet gemütlich machen, glitzert mir etwas im Sand aus etwa 20 Meter Entfernung entgegen. Die Sonne spiegelt sich an etwas, was da vermutlich nicht hingehört. Ich laufe schnell hin, ohne dabei die Stelle aus den Augen zu lassen. Was ich sehe, jagt mir sofort ein wohliges Glücksgefühl durch den Körper. Vor mir liegt ein traditionell nach Peruzzi geschliffener Diamant.

Dabei will mir dieser Edelstein im Auftrag des Universums offenbar eines sagen: Ihr seid auf richtigen Spur. Ich versuche mir vor meinem geistigen Auge auszumalen, wie der Brillant wohl hier im Sand gelandet ist. Haben Seeleute ihn tatsächlich beim Ausladen und Verbringen eines Schatzes verloren, weil ihre Behältnisse bis zum Bersten mit all solch schönen Dingen gefüllt waren? Oder ist der Diamant nur einem hier einst gestrandeten Matrosen aus der Tasche gefallen… Egal – die Feststellung, dass wir auf der richtigen Insel sind, gefällt mir in meiner Phantasie eindeutig besser. Denn damit kann ich in mir die schon schwindende Hoffnung wieder aufflammen lassen und auch die Gruppe motivieren…

 „Was gefunden?“

Am Strand – in Brandenburg

Tom rief erneut nach mir „Hey – hast du da was gefunden?“… ich schaute nochmal genau hin. Der Brillant war plötzlich eine Münze. Ich werde wieder langsam klar und erinnere mich. Ich hatte sie im Sand gefunden – nun sah ich sie wieder deutlich vor mir… nur, keine Insel mehr und auch keine Diamanten… Sch… Tagträume!

Schatzsuche in der Neuzeit

Es war ein Freitag. An Freitagen habe ich immer „frei“, wie der Name ja schon sagt. Und ich war locker mit Tom verabredet, habe ihn aber am Vorabend nicht mehr erreicht. Wir wollten „Sondeln“ gehen, das heißt, mit einem Metalldetektor ein bestimmtes Gebiet absuchen. Damit wir uns dabei im Rahmen der Legalität bewegen, hatten wir uns einen kleinen Strand ausgesucht, an dem in Sommermonaten viele Badegäste in der Sonne liegen. Es war aber erst Anfang Mai und mächtig kalt…

Nun versuchte ich wieder, Tom anzurufen. Diesmal klappte es, aber es war schon 11.00 Uhr durch. Tom fragte mich deshalb: „Lohnt sich das denn heute noch?“, worauf ich mit: „Wann kannst du da sein?“ antwortete. Er überlegte kurz und erwiderte: „In einer Stunde.“ „Na gut, dann mach dich auf den Weg. Wenn wir noch ein paar Tage warten, ist dort Badebetrieb und nichts geht mehr…“

Wir zwei sind dann gegen 12 mit dem alten, blauen BMW durch Brandenburg zu einem See gerast, an dem wir den Parkplatz ganz für uns hatten. Kein Mensch weit und breit – nur der kalte Wind und der Strand. Ich hatte meinen Detektor XP DEUS recht schnell betriebsbereit. Und mein sauteurer – gerade erst erstandener – XP-Mi-6-Pinpointer* hatte Premiere…

Strand in Brandenburg

Strand in Brandenburg

Es vergingen kaum 5 Minuten, da hatte ich etwas gedankenverloren zwischen Grasnarbe und Sand schon mein erstes 2 €-Stück gefunden. Es schien ein lukrativer Tag zu werden – endlich mal… Tom fand zur gleichen Zeit die Reste eines Modeschmuckstückes – naja, wenigsten ab und an mal keinen Kronenkorken.
Aber es kam doch anders als erwartet – wie immer eigentlich 😉 ….

Nach dem ersten Erfolg folgten zwar noch viele gute Signale unserer Detektoren, die sich aber alle als wenig ergiebig rausstellten: Mal waren es Kronenkorken, die dort hundertfach verbuddelt waren, mal waren es Stücke von Alufolie, die die Badegäste offensichtlich auch gerne mal vergraben. Bei einem der „Folienfunde“ musste ich leider feststellen – als ich mit meinem Pflanzmesser* einen kleinen Ballen ausgestochen hatte –, dass drum herum bereits ein größerer Aushub mit einem Spaten gestochen war. Ich zu Tom: „Du, vor uns waren hier schon andere – ich habe Spateneinstiche gefunden…“ „Ja, klar. Wir sind wieder mal zu spät dran… Das ist doch normal – wir verlieren immer.“

Fund von 4,5 Stunden Strandsuche

Meine Fundstücke vom Strand nach 4,5 Stunden Schatzsuche

Am Ende waren wir mehr als vier Stunden dort, sind den ganzen Strandsand, Liegewiesen, Spielplatz und Volleyballfelder abgelaufen. Gefunden dagegen haben wir fast nichts – außer den ganzen Müll, den wir ordentlich entsorgt haben. Ich habe zum 2 €-Stück lediglich noch ein 5 Cent-Stück und einen Kupfer-Pfennig ausgegraben. Tom hatte wie immer noch weniger…

Fast den ganzen Tag unterwegs, sind wir recht erschöpft nach Hause zurückgekommen. Und haben uns erstmal einen Caipi auf der Terrasse gegönnt. Da war es zwar auch ziemlich kühl, aber windgeschützter – und die Sonne war inzwischen raus gekommen…

Bewertung des Tages

Nur 2€ gefunden? Es war trotzdem gut, weil ich am nächsten Tag davon Muskelkater hatte: Mit dem Metalldetektor auf Schatzsuche zu gehen bedeutet, sich an der frischen Luft zu bewegen und gleichzeitig noch ein bisserl Spannung zu haben, ob man nicht doch was findet. Bewegen heißt hier Laufen, Bücken und Buddeln. Da werden einige Muskelgruppen trainiert, die sonst nicht so zum Einsatz kommen – versprochen 🙂 …

Was ist ein Pinpointer?

Falls du dich noch nie mit dem Thema Schatzsuche oder einem Metalldetektor* – kurz: Sonde – auseinander gesetzt hast, weißt du vermutlich auch nicht, was ein Pinpointer* ist?

Nun – das ist ein Metalldetektor „in klein“. So ähnlich, wie die Metallsuchgeräte beim Sicherheitscheck am Flughafen, mit denen das Personal dir über die Kleidung fährt: Kommst du mit diesem Gerät in die Nähe von Metall, dann fängt es an zu vibrieren oder zu piepen. Und bei den besseren Geräten nimmt die Signalstärke zu, je näher du dem Metall kommst.

Damit kannst du dann in einem von dir gebuddelten Erdloch rausfinden, in welche Richtung du weiter graben musst bzw. wo das zuvor von dir detektierte Metall genau liegt.

Der „neue“ Pinpointer Mi-6 von XP* ist dabei sehr gut – das konnte ich in den 4 Stunden unseres Strandspazierganges erfreut feststellen: Er detektiert präzise und ist bei Bedarf extrem empfindlich. Wobei diese Empfindlichkeit sich per Knopfdruck anpassen lässt. Außerdem bucht er sich auf Wunsch beim Einschalten in das Steuergerät des XP DEUS Metalldetektors* ein und schaltet dabei, solange man den Mi-6 Pinpointer* nutzt, die eingekoppelte Spule ab. Stattdessen wird das Signal des Pinpointers über das XP DEUS-Steuergerät ausgegeben. Das finde ich ungeheuer praktisch, da ich sonst während des Pinpointings immer die Störgeräusche der großen Suchspule* im Kopfhörer hatte – das war echt ätzend…

Disclaimer:
Alle Namen und Handlungen im ersten Teil dieses Beitrages sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder schon verstorbenen Personen sind rein zufällig und haben nichts mit der hier veröffentlichten Geschichte zu tun.

Seestern am Strand

Ich habe mich mal an einer kleinen „Geschichte“ versucht – wollte aber nicht gleich einen ganzen Roman schreiben… Dazu bin ich noch zu ungeübt, arbeite aber kontinuierlich daran. Falls dir meine kleine, offene Erzählung gefallen hat, schreib mir doch einen Kommentar dazu 😉 …

Schreibe einen Kommentar