Pinterest für Blogger

Pinterest für Blogger

„Pinterest – die Wunderwaffe für Blogger“ war im August das Thema des Blogger-Stammtisches in Berlin.

Als Organisatorin führte Nicole Simon dabei gut strukturiert und kurzweilig durch das Thema, während ich mir ein paar Notizen dazu gemacht habe, die ich hier gerne – mit freundlicher Zustimmung von Nicole – mit dir teilen möchte.

Damit dein Pinterest-Account dir und deinem Blog tatsächlich mehr Reichweite und Leser bringt – und nicht nur stiefmütterlich vernachlässig und somit sinnfrei vor sich hin dümpelt (natürlich nur, falls du überhaupt schon bei Pinterest angemeldet bist)…

Die 3 wichtigsten Learnings

Falls du wenig Zeit oder gerade keine Lust hast, jetzt den ganzen Beitrag zu lesen – hier erstmal kurz die 3 wichtigsten Learnings, die ich vom 16. Blogger-Stammtisch mitnehmen konnte:

  1. Nutze Pinterest regelmäßig zum Teilen von hübschen Pins und Beiträgen, die du im Web findest. Verhalte dich dabei so, wie ein typischer Pinterest-Nutzer: Baue thematisch orientierte Pinwände auf, die du mit den Dingen füllst, die du zum jeweiligen Thema findest. Wenn ein Beitrag aus deinem Blog dazu passt, kannst du ihn dann dort auch unterbringen.
    Aber: Vermeide es unbedingt, nur deine eigenen Beiträge auf deinen Pinwänden aufzulisten – das führt nicht zum Ziel und eventuell sperrt dich Pinterest deswegen als „Spammer“ auch noch aus.
  2. Halte deine Pinwände thematisch „sortenrein“, denn bei Pinterest folgen die normalen Nutzer meist nur Pinwänden zu einem Thema, das sie interessiert – und in der Regel nicht den anderen Nutzern (wie es bei Facebook oder Twitter üblich wäre).
  3. Zu Pinterest passen Bilder im Hochformat (während bei Facebook oder Twitter eher das Querformat geeignet ist). Versehe deine Blogbeiträge also zusätzlich mit einem für Pinterest geeigneten Bild, das idealerweise auch dein Wasserzeichen oder Logo enthält sowie in deinem individuellen Bildstil erscheint, damit du so auch den Effekt des Wiedererkennens nutzen kannst.

Wenn du damit erfolgreich bist und einer der Pins zu deinen Blogposts letztlich tausende Male geteilt – d.h. „repinned“ – wird, dann hast du damit gleich tausende an Backlinks auf diesen Beitrag und so auch zusätzlichen Traffic von den Pinterest-Nutzern, die auf diesen Pin klicken werden.
Gelingt dir das öfter, so hebst du deinen Blog seitens der Besucherzahlen in völlig neue Dimensionen – und das mal ganz ohne Googles Hilfe 🙂 …

Meine vollständige Mitschrift vom 16. Bloggerstammtisch in Berlin

Erfolgreich als Blogger bei Pinterest ist der, der Pinterest wie ein normaler Pinterest-Nutzer nutzt…

Das bedeutet zunächst vor allem, regelmäßig zu pinnen, also: Ständig Pins von interessanten Webseiten zu setzen, die du da draußen im Internet so findest.
Außerdem solltest du Pins, die du bei Pinterest entdeckst und schön findest, bei dir auf deine thematisch passenden Pinwänden „repinnen“, also ebenfalls teilen.
Und wenn du eine Bookmarkliste (hier heißt es übrigens Board) zu einem Thema brauchst, das dich gerade beschäftigt – baust du dir diese eben auch als eigenständiges Board bei Pinterest auf.

Beispiel
Du suchst eine Wohnzimmerlampe und machst dazu eben ein Board auf, in das du nur (Wohnzimmer-)Lampen von diversen Webseiten (Baumärkte, Einrichter, etc.) pinst, die ggf. in Frage kommen bzw. dich interessieren. Am Ende hast du einen tollen Überblick und suchst dir die ultimativ passende Lampe aus…

Das heißt also: Du pinst ab sofort regelmäßig und themenbasiert alles Mögliche auf diversen Boards und zwischendrin, wenn es passt, mal auch einen Pin/Link zu einem deiner Blogartikel
(Pinst du nur deine Links, kann es leider vorkommen, dass Pinterest deinen Account wg. SPAM schließt.)

Wichtig ist also zunächst nicht, dass du viele von deinen eigenen Links dort unterbringst, sondern dass viele Leute deinen Boards folgen und deine Pins möglichst oft „repinnen“.

Bei Pinterest folgt man in der Regel auch nur den Boards, nicht den Nutzern!

Du siehst dabei auf deiner Pinterest-Startseite immer die neuesten Pins der Boards, denen du folgst, weil sie dich als Pinterest-Nutzer ja auch interessieren, sonst würdest du diesen Boards ja gar nicht folgen… 😉

So – nach dem allgemeinen Überblick einige speziellere Tipps

Je nach der individuellen Phase des Aufbaus oder der Einrichtung deines Pinterest-Accounts – in der du dich gerade befindest, gibt es weitere wertvolle Hinweise, die du im Idealfall gleichzeitig mit umsetzt…

  • Halte deine Boards sortenrein, da die Nutzer in der Regel Themenboards folgen und wenn ein Pin nicht passt , das Board dann schon schnell mal wieder „entfolgen“,
  • starte mit einem privaten Account, denn nur den kannst du mit Facebook verknüpfen,
  • baue erst deinen Pinterest-Account auf und aus, bevor du ihn mit Facebook verknüpfst (deine fb-Freunde sehen dann: Du hast auch einen Pinterest-Account – „hmm, interessant…“. Sie gehen hin und sehen dann, dass da schon einiges ist und folgen dir dort deshalb vielleicht auch. Wenn du das zu früh machst, ist kein Inhalt da – sie schauen dann einmal vorbei und meistens danach nie wieder.),
  • wenn du als Pinterester groß geworden bist, kannst du auf den Business-Account wechseln (ist auch kostenfrei) – der bietet dir per Pinterest-Analytics viele schöne Statistiken an, die dir helfen, deinen Auftritt weiter zu optimieren (dazu -> Statistik einschalten!),
  • das Boardthema bestimmt maßgeblich das Follower-/Nutzerinteresse,
  • die Pins auf deinen Boards sollten visuell ansprechend sein,
  • Pinnen im richtigen Format (während Twitter & Facebook eher Bilder im Querformat benötigen, sind die oprtimalen Bilder für Pinterest hochkant),
  • die Texte zum Pin dürfen Keywords enthalten, damit die Pins auch gefunden werden (obwohl die Pinterest-interne Bilderkennung immer besser wird),
  • bei der Beschreibung der Pins gilt immer zu entscheiden, ob der Text eher clever oder eher auffindbar sein soll (letzteres ist für dich besser!),
  • vorher sollest du definieren: Was ist dein Stil? (Bildsprache, Farben, Font),
  • bei der Wiedererkennung hilft ein „Wasserzeichen“ (also irgendwo Logo, Branding, Schriftzug auf dem Bild unterbringen),
  • Bilder sollen zum Klicken einladen (und damit zum Linkaufruf zu deinen Artikeln): Text auf Bild, der zum Klicken anregt,
  • Gruppenboards sind am erfolgreichsten (sofern alle Mitglieder strengen Regeln folgen),
  • die Haupt-Onlinezeit deines Zielpublikums ermitteln und immer dann neue Pins an den Start bringen (dabei helfen dir ggf. auch Tools),
  • „gepflegte“ Boards sind beliebter,
  • nutze Pins nur für deine „Evergreen“-Blogbeiträge, nicht für „aktuelle“ Themen wie Nachrichten oder Events – die schon morgen keinen mehr interessieren (das wird oft von Unternehmen und Nachrichtenagenturen so gemacht – sie nutzen Pinterest somit eigentlich falsch!).

Ablaufplan / Zeitplan zum eigenen Pinterest-Account

(1)   Erstmal einen Testaccount anlegen und damit rumspielen/ausprobieren,
(2)   sinnvolle Themen/Boards einsammeln bzw. festlegen,
(3)   Pins einsammeln, die dazu passen (auf Pinterest und außerhalb – also im Web),
(4)   Pins für eigene Blogartikel darunter mischen
(ein gutes Verhältnis ist: 20 fremde Pins + 1 eigenen – brauchst du mehr, lass deine Freunde die Pins zu deinen Blogartikeln in das Pinterest-Netzwerk einbringen und du kannst sie dann getrost repinnen),
(5)   erst dann, wenn dein Auftritt schön und vorzeigbar ist, den Pinterest-Account mit Facebook verbinden.

Hier noch mal die wichtigsten Tipps für mehr Erfolg bei Pinterest

  • kleine Gruppenboards machen (Vorlage dazu: Andere/erfolgreiche Gruppenboards),
  • fremde Sachen pinnen, um die Boards gut aussehen zu lassen,
  • Artikel ins Pinterest-System einbringen: Verteilen auf mehrere Leute/Freunde (sonst ggf. Sperre wg. Spam),
  • Open Graph Konfiguration (geht für WordPress mit PlugIns: Z.B. via Yoast SEO oder wpSEO*): Extra Bilder für die Blogbeiträge – Pinterest-optimiert (Hochformat, beschriftet, etc.) dort einstellen,
  • bei z.B. 10 Bildern im Artikel könnte der Artikel 10x mit unterschiedlichen Bildern gepinnt werden,
  • Pins/Bilder, die extrem viele Repins auf der Pinterest-Plattform aufweisen, als Inspiration für eigene Pins/Bilder nutzen – denn das Repinning durch andere ist der wesentliche Erfolgsfaktor, der die Links auf deine Blogartikel für ein großes Publikum sichtbar machen wird.

Ein paar ergänzende Hinweise – durchaus auch interessant

  • Affiliatlinks sind wohl bei Pinterest inzwischen wieder erlaubt,
  • es gibt inzwischen „Rich-Pins“ (u.a. recipe pins, product pins, place pins, article pins) im Business-Account, die Zusatzinformation in Form von „structured data“ zum Pin liefern (hierbei verwendet Pinterest allerdings ein eigenes Format in Anlehnung an die anderen Schemata – z.B. schema.org etc.- die es für sowas schon gibt)…

 

Ich hoffe, die von mir hier notierten Hinweise und Tipps aus Nicole Simons Vortrag auf dem Berliner Bloggerstammtisch verhelfen dir zu mehr Erfolg auf Pinterest und dadurch schließlich zu mehr Traffic für deinen Blog.
Falls du Fragen oder Ergänzungen hast, so schreib mir doch bitte einen Kommentar dazu…

 

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