Leben im Einklang

Wolken auf blauem Himmel

… mit sich selbst

Das ist der Titel der Blogparade, die von Bettina Hielscher auf ihrem Blog kreativgedacht.de vor kurzem ins Leben gerufen wurde.

Falls du ebenfalls noch teilnehmen magst, kannst du deinen Beitrag zu dieser Blogparade noch bis zum 31.08.2016 über den Link http://kreativgedacht.de/blogparade-leben-im-einklang-mit-sich-selbst/ melden.

Zur Inhaltsfindung meines Beitrags

Als ich vor ein paar Wochen den Aufruf zu Bettinas Blogparade gelesen habe, war mir klar, wie mein Beitrag dazu aussehen würde: „Wenn du dies oder das suchst, dann muss du jenes oder solches machen…“, sprich ich hätte Methoden empfohlen, was „man“ denn so machen müsste, um in Einklang mit sich selbst zu kommen.

Letztlich sind das in Einklang Kommen oder das im Einklang Sein aber sehr persönliche, individuelle Erfahrungen und der Weg dahin ist ebenfalls ein individueller – im Detail zumindest. So habe ich mich wieder um entschieden und beschlossen, doch ein wenig mehr über meinen Weg zu schreiben. Dabei darf der Hinweis nicht fehlen, dass ich mich noch auf meinem Weg befinde. Und vermutlich wird der Weg auch nie irgendwo zu Ende sein, weil es immer eine Weiterentwicklung geben muss oder krasser formuliert: Stillstand ist Rückschritt, führt zur Lethargie und am Ende zum geistigen Tod (und das stimmt wohl: Ich habe auch mal irgendwo gelesen, dass nur die Bewegung der Lebewesen auch eines Gehirns bedarf).

Jaaa – als wenn ich es nicht schon immer gewusst hätte: An dem Spruch „der Weg ist das Ziel“ ist was verdammt Wahres dran. Oder – mit Cindy aus Mahrzahns Worten etwas anders ausgedrückt: „Das Ziel ist im Weg!“

Begriffsdefinition

Für mich bedeutet „im Einklang mit sich selbst sein“, eine zufriedene und glückliche Grundstimmung zu erlangen. Trotz der vielen Aufs und Abs des Lebens möchte ich das Leben selbst immer als Geschenk und Bereicherung sehen, die vielen verschiedenen Zustände und Phasen als Erfüllung empfinden und so viele Augenblicke einfach unbeschwert genießen können.

Auf den Punkt gebracht: Ich möchte die meiste Zeit über einfach nur glücklich sein…

Meine Vergangenheit und Ausgangssituation

Mein Weg und meine Interessen waren mir damals immer sonnenklar. Erstmal Abi machen, dann eine Ausbildung zum Informationselektroniker. Nach etwas Praxis- und Berufserfahrung durch 2 Jahre „on-the-job“ dann das Studium der Informatik und kurz darauf ebenfalls noch gestartet, ein Studium der BWL. All das hatte mich damals interessiert und mir auch wirklich viel Spaß gemacht.
Nebenbei habe ich mich dann mit ein paar Freunden einfach mal selbständig gemacht, und so Software entwickelt, vermarktet und verkauft. Wir haben dabei nie wirklich viel verdient, konnten damit aber die laufenden Kosten der Gewerberäume und auch unseren Lebensunterhalt bestreiten. Und: Wir waren alle ziemlich frei – in der Zeiteinteilung und mit dem, was wir so umsetzen wollten.

Aber dann kam der Tag, an dem man zu mir sagte: „Mach doch mal was Richtiges!“ – und so bin ich ins Angestelltenverhältnis gewechselt. Dabei habe ich monatlich ein Vielfaches verdient, nur der Spaß war weitestgehend weg…
Alles in allem bescherte mir der Job als festangestellter Softwareentwickler, später auch als IT-Supporter, Projektmanager, Vertriebler oder Marketer das Einkommen für eine vierköpfige Familie inkl. Haus, Autos und viele Reisen. Aber da wurde auch das Gefühl immer stärker, dass da was fehlte: Freiheit. Selbstbestimmung. Freude und Spaß. Über die Jahre führte das zu immer mehr Frust und dem immer häufiger fehlenden Glücksgefühl…

Die Frage „Was wäre wenn?“ ist aus heutiger Sicht schwer bis gar nicht mehr zu beantworten, trotzdem glaube ich, dass es die größte Fehlentscheidung meines Lebens war, aus der Selbständigkeit in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln (ein NLP geprägter Leser mag jetzt denken: „Es gibt keine Fehler, nur Erfahrungen“ – ich halte es trotzdem für meinen größten Fehler).
Und das nicht mal, weil ich das selbst so wollte, sondern weil andere – meine Familienangehörigen – es als „richtig“ oder „sinnvoll“ angesehen hatten. Erkannt habe ich das natürlich irgendwann, aber nichts dagegen unternommen: Zu viele monatliche Verpflichtungen, die durch das „sichere“ und regelmäßige Einkommen ausgelöst werden konnten, belasteten seitdem meine Gedanken. Ich glaubte immer, nicht machen zu können, was ich wollte bzw. eigentlich für besser oder richtig hielt. An meinem Whiteboard habe ich dann in 2011 im Frust auch geschrieben: „Exit bis Ende 2013!“ Und passiert ist danach erstmal… wieder nichts. Ja, genau: Kein Exit = Nichts!

In der Zwischenzeit habe ich mich aber immer mehr damit beschäftigt, was ich wirklich will. Ich habe viele Bücher gelesen (oder  auch angehört), die sich mit Motivation, Bestimmung, Freiheit, Glück oder einfach nur mit Selbstfindung befassten. Ich habe Pläne geschmiedet, habe Veranstaltungen und MeetUps zu Entrepreneurship, alternativem Lifestyle, Growth Hacking oder Kreativität besucht … und mich ganz, ganz langsam auf einen neuen Weg begeben:
Anfang 2014 habe ich mich formal wieder Selbständig gemacht – diesmal aber nur nebenberuflich –, ohne jedoch irgendwie wirklich dafür tätig zu werden. Erst in 2015 hatte ich eine vage Vorstellung, was ich zukünftig machen kann, die trotzdem für mich konkret genug aussah, dass ich eine erste Richtung hatte – denn mein Weg brauchte schließlich noch eine Richtung.

Entrepreneurship Summit 2015

Impressionen von Prof. Faltins Entrepreneurship Summit 2015

Langsam, aber sicher fing ich dabei an, verschiedene Dinge auszuprobieren. Etwas außerhalb meines Angestelltenseins zu schaffen. Nur für mich. Erfahrungen und Erinnerungen sammeln wurden und werden so immer wichtiger in meinem Leben. Warum ist das aber alles so schwer? Ganz einfach: Wenn ich nichts mache, dann passiert mir auch nichts schlimmes, denn ich habe ja noch meinen Job. Die negative Seite davon ist allerdings, dass sich dann eben auch nichts ändert: Der Frust und die Unlust bleiben, das Gefühl, wertvolle Lebenszeit für sinnlose Arbeiten zu opfern, nicht meine vielseitigen Talente und Interessen ausleben zu können, solange ich das von der Konstitution überhaupt noch machen kann. Denn – ich bin ja schon lange Zeit keine Zwanzig mehr 🙂 …

Also: Ich will, ich will, ich will da raus. Und ich weiß auch, wo ich in der nächsten Zeit hin will. Und ich glaube, dass ich auf einem guten, wenn nicht sogar richtigen Weg bin: Es macht mir z.B. viel Spaß zu schreiben. Auch ist es schön, immer wieder neue Dinge lernen zu können, die ich für den Aufbau meiner Internetpräsenzen und meiner Netzwerke brauche. Und es ist fast schon Meditation, wenn ich tagelang – nein wochenlang – mit dem Illustrator Piktogramme oder Logos entwickele – auch wenn ich nie eine grafische Ausbildung gemacht habe…

NotenschlüsselDer Prozess der Schöpfung, das kreative Arbeiten fehlt einfach in den meisten der stumpfsinnigen Angestelltenjobs – eben leider auch in meinem. Das „kreativ Sein“ ist aber so erfüllend und beglückend, dass ich klar für mich erkennen kann, was mir neben meiner Freiheit in den letzten 20 Jahren am meisten gefehlt hat…

Was mir die Augen geöffnet hat

…und dich ebenfalls weiterbringen kann: Eines der ersten Bücher dazu war von Barbara Sher und hieß Wishcraft. In dem Buch geht es darum, die eigenen Lebensträume und Berufsziele heraus zu finden. Anschließend habe ich von ihr noch Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast gelesen, da ich mittlerweile mitbekommen habe, dass mich sehr, sehr viele verschiedene Dinge interessieren und auch immer wieder neue begeistern.

Etwa zur gleichen Zeit wurde mir noch das Buch Eigentlich wär ich gern… von Beate Westphal empfohlen, das ich ebenfalls fleißig durchgearbeitet habe. Auch sie hat eine Methode in Form eines detektivischen Vorgehens entwickelt, mit der man seine „Berufung“ ergründen kann: In einer Selbstanalyse ermittelt man seine Talente, Motivationen, Träume, Eigenschaften, Kompetenzen, Interessen neben den gewünschten Menschen, der bevorzugten Umgebung sowie dem eigenen „Zeit-/Geldprofil“ und leitet daraus den eigenen „Traumjob“ ab.

Später habe ich noch einige andere Autoren mit unterschiedlichen Ansätzen kennengelernt, um herauszufinden, was mich bewegt, antreibt, motiviert. Zum Thema Motivation habe ich mich ergänzend z.B. noch mit den 16 Motivationsfaktoren von Steven Reiss beschäftigt (auch Grundbedürfnisse oder Lebensmotive genannt: Macht, Unabhängigkeit, Neugier, Anerkennung, Ordnung, Sparen/Sammeln, Ehre, Idealismus, Beziehungen, Familie, Status, Rache/Kampf, Eros, Essen, Körperliche Aktivität, Emotionale Ruhe).

Flipchart-MotivationIch habe diese dazu alle auf PostIts geschrieben und auf mein Flipchart geklebt, um eine Bewertung für mich vorzunehmen – und bin letztlich damit doch nicht weiter gekommen, da das Auswertungsergebnis bei mir immer sehr vage bleibt. Ein Lerneffekt hatte das Lesen des Buches allerdings trotzdem: Dass man – wer hätte das gedacht – nicht von sich auf andere schließen sollte (obwohl man das wider besserem Wissen dann doch immer wieder macht). Denn jeder Mensch bezieht seinen Treibstoff aus einer unterschiedlichen Kombination und Gewichtung dieser vielen Motivationsfaktoren (deren oben genannte Auflistung Steven Reiss übrigens als vollständig ansieht)…

Alle von mir gefundenen Methoden oder Ansätze haben schließlich eines gemeinsam: Sie unterstützen uns dabei, uns selbst besser kennenzulernen. Es sind moderne Anleitungen, um das zu erlangen, was die Tempel-Inschrift in Delphi bereits vor langer Zeit empfohlen hatte:

„Erkenne dich selbst.“

SchwanDer Weg zu Erfüllung und Zufriedenheit führt also zweifelsohne über die Selbsterkenntnis, das wussten ja schon die alten Griechen vor 2.500 Jahren. Daran hat sich auch in der heutigen Zeit wenig geändert – außer vielleicht, dass mehr von uns darüber nachdenken können, weil für die meisten Menschen – zumindest in unserem Umfeld – die elementarsten Grundbedürfnisse bereits befriedigt worden sind.
Anders herum: Jemand, der ums Überleben kämpft, beschäftigt sich nicht sooo viel mit Themen wie Selbsterkenntnis oder Selbstverwirklichung… Ok, ok, hier schweife ich gerade etwas ab 😉 …

Bestandsaufnahme

Ich stelle kurz und knapp für mich fest: Ich bin auf dem richtigen Weg. Dass es Leute in meinem Umfeld gibt, die mich aus diversesten Gründen davon abbringen wollen – so wie das damals auch passiert ist – ist mir nun klar geworden. Jetzt geht es also eher darum, nicht aufzugeben. Und immer wieder kurz innezuhalten, zu genießen und danach den Weg weiter zu verfolgen. Anstrengung und Entspannung – immer im Wechsel. Dabei immer mal wieder schauen, ob es noch das ist, was ich will. Manchmal ändern sich ja die Wünsche oder Vorstellungen, allein schon durch die Erfahrungen, die so auf dem Weg gemacht werden.
Mittlerweile spielt bei mir auch die Gesundheit eine zunehmend wichtigere Rolle. Ich weiß von mir, dass ich eine „Eule“ bin – ich kann spät noch arbeiten, brauche aber morgens länger, um wach und arbeitsfähig zu werden. Das ist schon für sich genommen ein Fluch, solange ich damit in einer Welt klar kommen muss, die ausschließlich auf „Lerchen“ ausgerichtet ist. Es hat mich langsam kaputt gemacht, fast mein ganzes Leben lang gegen meinen eigenen Rhythmus anzukämpfen. Heute weiß ich: Ich will schon deshalb selbstbestimmt arbeiten, weil ich dann bis 9.00 oder auch 10.00 Uhr ausschlafen könnte. Und – ich glaube hier wiederhole ich mich vielleicht bereits ein bisserl – Schlaf ist neben Bewegung und Ernährung die dritte Säule der Gesundheit. Und nur gesund machen mir die meisten Dinge im Leben und letztlich das Leben selbst wirklich Spaß und Freude.

Was auch dir helfen könnte

Im hier und jetzt, im konkreten Augenblick zu leben, zu denken und zu fühlen. Denn der Blick in die Zukunft wird oft durch Angst und Sorgen begleitet, der Blick in die Vergangenheit häufig durch Ärger auf sich selbst, auf die äußeren Umstände oder auf andere.

Rotweiße MohnblumeMit den Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft hilft natürlich auch das Fokussieren auf die positiven, angenehmen Aspekte der jeweiligen Situation – so, wie es auch im jeweils erlebten Augenblick hilft, sich zu entspannen und den Augenblick einfach nur zu genießen.

Über das Fokussieren auf das Positive hinaus geht noch, dem Negativen im Leben ganz den Rücken zu kehren, soweit das irgendwie möglich ist. Das Negative können Nachrichten oder Pressemeldungen sein, die für mich gefühlt in mehr als 95 % genau in diese eine Richtung gehen. Es können aber auch Menschen sein, die einem einfach nicht gut tun. Hier hilft dann das vielbeschworene Loslassen – eben dieser Menschen oder auch der Dinge, die mit negativen Erinnerungen behaftet sind – das könnte aber auch der aktuelle Job sein. Und wenn du bestimmte Dinge, Gewohnheiten, Gedanken oder gar Menschen loslässt, schafft das wieder Platz in deinem Leben für unbeschwertes Neues. Aber probiere es zunächst bitte mit den kleineren Dingen aus, bevor du dich an größere Veränderungen wagst. Zuviel gleichzeitig kann auch wieder Stress verursachen und damit zu negativen Resultaten und Gefühlen führen. Denn: Nicht jeder muss gleich ins kalte Wasser springen, wenn er nicht durch das Leben, durch das Schicksal oder durch andere Menschen geradezu dahin geschubst wird. Oder anders formuliert: Es muss nicht erst den großen Knall geben oder die ultimative Lebenskrise, die dich zwingt, von jetzt auf gleich alles umkrempeln zu müssen. Besser ist es doch, du kannst das Tempo auf deinem Weg selbst bestimmen – auf deinem Weg in ein selbstbestimmtes und selbstgestaltetes Leben, das dich zufrieden und glücklich werden lässt. Nur anfangen musst du noch selbst – wenn du wartest, passiert vermutlich … genau: Nichts. So ging es mir lange Zeit, jetzt weiß ich es besser, weil mir wirklich hunderte Leute immer wieder vorgebetet haben: „Du musst es tun. TUN!“ Willst du Veränderung, musst du dich ändern, die Dinge ändern oder Sachen anders machen als bisher. Sie sagten weiterhin: „Machst du weiter wie bisher, bekommst du auch das gleiche, wie bisher.“ Und auch wenn das eben nicht so toll ist, dann bleibt es leider so.

Herausforderungen

Für mich noch sehr schwer zu erkennen ist, ob ich eine Sache nicht machen oder angehen will, weil ich aus dem Bauch heraus erkenne, dass es einfach falsch für mich ist – oder weil ich dazu meine Komfortzone verlassen muss und ich es deshalb nicht gut finde. Anders ausgedrückt: Was mache ich nicht, weil es nicht zu mir passt oder falsch ist? Und was mache ich nicht, weil ich davor eine irgendwie geartete Angst oder auch nur Befürchtungen in mir trage, die mich davon abhalten wollen, meine Kompetenzen zu erweitern? Hierzu bräuchte ich noch einen passenden Ratschlag.
Vielleicht hast du da ja einen Tipp für mich, dann schreib ihn doch bitte mit in deinen Kommentar.

Was habe ich weggelassen?

Dieser Text ist so schnell gewachsen, dass ich bestimmte Hinweise und Autoren, die ich ursprünglich auch mit verarbeiten oder erwähnen wollte, gar nicht mehr so recht unterbringen konnte – es sollte ja ein Blogpost und kein Buch werden. Trotzdem mag ich sie hier noch kurz erwähnen:
Jens Corssen hat aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Coach mehrere Bücher geschrieben (auch als Audiobooks erhältlich), die ich als Ergänzung sehr empfehlen kann – allen voran „Der Selbstentwickler“.
Um beim Kernthema weiter zu kommen, gehört meiner Meinung nach das Buch „Glücklich ohne Grund!“ von Marci Shimoff (das es im englischsprachigen Original auch als Audiobook gibt) zu den Top-Empfehlungen. Marci war überall in der Welt unterwegs, um glückliche Menschen zu finden und zu befragen. Um heraus zu bekommen, was die Ursache für deren Glücksempfinden ist. Und was jeder von uns daraus lernen und machen kann: Glücklich sein in 7 Schritten 😉 …

4-blätteriges KleeblattAußerdem habe ich Julia Cameron mit „Der Weg des Künstlers“ weggelassen, genauso wie „Creative Visualization“ von Shakti Gawain oder „Take Time for Your Life“ von Cheryl Richardson. Und einen Rundumschlag zur Glücksforschung gibt schließlich Spiegel-Autor Mathias Schreiber in „Das Gold der Seele – die Lehren vom Glück“.

[Ich habe dir hier alles in einer Buch-/Audiobook-Liste dazu verlinkt, damit dieser Beitrag frei von Werbelinks bleibt, du aber trotzdem die genannten Titel bei Amazon mit einem weiteren Klick abrufen kannst. 😉 ]

Zu meiner Person: Ich bin 1966 geboren und alles andere als jung. Trotzdem glaube ich, dass es nie zu spät ist, sich mit sich selbst, den benötigten Veränderungen und dem Hinwenden zu mehr Lebensfreude zu beschäftigen.
Allein die Tatsache, dass ich mich irgendwann stärker selbst beobachtete und mir immer wieder bewusst machte, wie die Dinge vorbeiziehen und wie das Leben auf mich wirkte, reichte für mich aus, mich auf diesen neuen Weg zu begeben. Hier sehe ich nebenbei nun allerdings auch die Leute, die vor der Bewusstwerdung der eigenen Situation fest die Augen verschließen oder gar schon vor langer Zeit verschlossen haben. Und ich sehe durchaus auch Leute, die sich in der gleichen Situation befinden, die mich oder andere unglücklich macht – die aber total glücklich und zufrieden damit sind. Mein Learning aus letzterem ist, dass ich jetzt nicht einfach losziehen darf, um alle zu bekehren, da eben jeder Mensch anders ist und auch jeder die Lage der Dinge anders wahrnimmt – zumindest etwas 😉 … und ich mich deshalb in erster Linie um mich kümmern werde. Und wer will, kann mich dabei gerne freiwillig begleiten oder mir folgen 🙂 …

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6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für Deinen schönen Beitrag zur Blogparade. Allesamt sind die bisherigen Artikel dazu lesenswert und erhellend. Bei vielen anderen Beiträgen dieser Blogparade wird der Leser dazu eingeladen, „einfach nur“ eine vordefinierte Anzahl an Schritten oder Regeln oder Handlungen zu beachten und dann wird sich das gewünschte Ergebnis erreichen lassen. Du hast hier ganz klar davon Abstand genommen und beschrieben, wie eine reflektierte Herangehensweise ohne „die eine richtige Methode“ (die es allgemeingültig für alle gar nicht geben kann) für Dich bisher funktioniert und was Du damit erreichen konntest. Danke dass Du das geteilt hast! Es macht Mut, sich auch auf den Weg zu machen und bei sich zu bleiben, nicht zu sehr den Vergleich zu suchen, was andere schon erreicht haben und sich dann klein zu fühlen, sondern es als Inspiration zu sehen, was möglich wäre.
    Zu Deiner Frage „Wie kann ich herausfinden, was ich wirklich nicht will oder nicht angehe, weil es andere Gründe gibt, es nicht zu tun“: Hier könnte „Bleib dran, wenn dir was wichtig ist“ von Gene C. Hayden hilfreich sein. In jedem Kapitel geht sie auf eine mögliche Antwort ein, die auf die Aussage „Ich möchte ja gerne, aber …“ gegeben werden könnte: von „ja, aber ich traue mir zu wenig zu“ über „ja, aber ich habe fünf Ideen und alle sind toll“ bis hin zu „ja, aber was ist, wenn ich scheitere“ nimmt sie 17 mögliche Antworten unter die Lupe und gibt dem Leser Hinweise, sich mit der Aussage kritisch und fruchtbar auseinander zu setzen und diese somit auf Ihre Stichhaltigkeit zu prüfen. Vielleicht ist das ja ein Baustein, um Deine Herausfordrung zu meistern, ich wünsche Dir dazu die nötige Kraft und hoffe, hier auf weitere so lesenswerte Beiträge von Dir zu treffen!

    • Hallo Anna,
      herzlichen Dank für dein positives und umfangreiches Feedback – und ich freue mich sehr, wenn es mir zuweilen gelingt, anderen Menschen Mut zu machen 🙂

      Ich danke dir auch für deinen Buch-Tipp: Ich habe ein bisserl recherchiert und mir danach kurzerhand das von dir empfohlene Buch bestellt. Jetzt bin ich absolut gespannt, ob es mir zu meiner speziellen Fragestellung einen praktikablen, für mich passenden Lösungsweg aufzeigen kann…

      Viele Grüße
      Christian

  2. Lieber Christian,

    die Blogparade hat mir deine Seite gezeigt.

    Ich danke dir, dass du mich auf deinen Weg mitgenommen und so offen und ehrlich Einblicke geboten hast.

    Zu deiner Frage: „Was mache ich nicht, weil es nicht zu mir passt oder falsch ist? Und was mache ich nicht, weil ich davor eine irgendwie geartete Angst oder auch nur Befürchtungen in mir trage, die mich davon abhalten wollen, meine Kompetenzen zu erweitern?“ hätte ich folgende Idee. Male dir eine Situation in der Zukunft aus, wie es wäre wenn du die Sache angehen würdest. Was würde sich ändern? Lass deiner Fantasie freien Lauf. Und wenn du dich in dieser Situation siehst, was macht dein Gefühl? Fühlt es sich gut und richtig an oder irgendwie ganz anders? Fühlt es sich gut an, dann ist es wahrscheinlich richtig für dich und du hast „nur“ Angst.
    Aber auch diese Angst ist nicht mehr als eine Warnleuchte auf deinem Armaturenbrett. Sie macht dich auf eine Gefahr aufmerksam – ähnlich wie beim Auto, Tank geht zur neige – da wäre Panik auch eine unpassende Reaktion. Nimm deine Angst ernst und hinterfrage sie und schau was sie möchte.

    Vielleicht hilft dir der Tipp, ansonsten melde dich einfach.

    Liebe Grüße

    Melanie Bornschein

    • Liebe Melanie,

      vielen Dank, dass du hier vorbeigeschaut und mir einen so schönen Kommentar dagelassen hast. Aber vor allem: Danke für deinen Tipp – ich werde die von dir vorgeschlagene Technik bei nächster Gelegenheit ausprobieren, da sie mir logisch und plausibel erscheint, um meine Angst jeweils einzuordnen zu können. Die Parallele mit der Tankleuchte finde ich absolut klasse… 🙂

      Liebe Grüße
      Christian

  3. Lieber Christian,
    schön geschrieben und so authentisch. Man kann richtig fühlen, was du gefühlt hast. Dadurch, dass du auch deine Schwierigkeiten aufzeigst als auch deine Lösungswege und Hilfen, die dir im Alltag begegnet sind, um deinen Weg zu finden, macht es Mut, seinen eigenen Weg ebenfalls zu suchen und zu gehen. Denn keiner wird ohne Probleme zu sich finden. Danke für diesen persönlichen Einblick und deine Erfahrungen und Tipps an uns!
    Liebe Grüße
    Bettina

    • Liebe Bettina,

      vielen Dank für deinen netten Kommentar – aber vor allem auch dafür, dass du diese Blogparade überhaupt ins Leben gerufen hast. Toll ist, dass dein Blogparaden-Thema so vielschichtige Betrachtungen und Beiträge ergeben hat. So ist vermutlich für jede Leserin und jeden Leser etwas Passendes dabei, was hilft oder zumindest zum Nachdenken anregt.
      Und ja, Probleme werden immer auftauchen, denn – aus meiner Jugend erinnere ich mich noch an den folgenden, durchaus passenden Spruch – „Keine Rose ohne Dorn, kein Leben ohne Kümmernis“. Also gehören unsere Probleme einfach mal zum Leben dazu und sollten uns deshalb nicht zu arg aufhalten oder gar ganz von unserem Weg abbringen…

      Liebe Grüße
      Christian

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