Gespräch mit einem Ghostwriter

Ghostwriter bleibt im Hintergrund

Ich hatte vor kurzem die Gelegenheit, mit einem echten Ghostwriter ein Interview führen zu können. Gekommen ist das alles mehr oder weniger durch Zufall, aber lies einfach selbst 😉 …

Vielleicht fragst du dich, was ein Ghostwriter ist… Da ich das jetzt nicht ausschließen mag, weil ich selbst in meinem Umfeld letztens die Diskussion darüber führen durfte, ob ein Webseitenbesucher das weiß oder eher nicht, will ich es hier einleitend doch noch mal betrachten:

Was ist ein Ghostwriter?

Schauen wir zur Beantwortung der Frage kurz ins Wikipedia, um eine erste Orientierung zu bekommen.

Ein Ghostwriter, auch Auftragsschreiber, ist ein Autor, der im Namen und Auftrag einer anderen Person schreibt.

Ghostwriter werden im Auftrag eines Verlages, einer vermittelnden Agentur oder eines Autors tätig, insbesondere wenn der in der Titelei ausgewiesene Autor nicht genügend Zeit oder keine ausreichenden Fähigkeiten besitzt, um „sein“ Werk selbst zu verfassen. [..]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ghostwriter

Ein Ghostwriter in meinem Leben

Es war ein Zufall, dass unsere Wege sich wieder kreuzten – nach so langer Zeit. Ich hatte ihn 13 Jahre nicht mehr gesehen. Zuletzt 2004 bei der Eröffnung seiner zweiten Cocktailbar in Berlin, anschließend bin ich beruflich nach München gezogen – er einige Jahre später nach Oberbayern, während ich schon längst wieder zurück in Berlin war.

Ghostwriter als heimliche Unterstützer

Wo steckt der Ghostwriter?

Ganze 13 Jahre waren also vergangen, in denen bei jedem von uns viel passiert war – sehr viel. Da wir uns ja jede Menge zu erzählen hatten, erfuhr ich eher nebenbei und ebenfalls wieder eher per Zufall, dass er heute hauptsächlich als Ghostwriter arbeitet.
Und das nicht nur sehr erfolgreich alleine – nein, er betreibt mittlerweile sogar eine eigene Ghostwriting Agentur:
1A-Ghostwriter.com

Und ich als Akademiker mit Top-Abschluss hätte gleich noch als Autor mit einsteigen können – verträgt sich nur nicht ganz mit meinem aktuellen 9-to-5-Job 🙂 …

Irgendwie, irgendwann – ein wenig später halt – kam mir dann die Idee, dass das doch reichlich Stoff für ein Interview bieten könnte:
Wir haben uns also wieder dazu getroffen und ich durfte Fragen stellen – alle Fragen, die mir so in den Sinn kamen – also viele Fragen. Denn ich war extrem neugierig – bist du es auch?

Ok, ok – ich will dich nicht länger auf die Folter spannen – lies selbst, was ich in Erfahrung bringen konnte…

Interview mit einem Ghostwriter

Ghostwriter sind meist gesichtslos - und manche stehen zu ihrer Arbeit

Der Ghostwriter bleibt stets im Hintergrund…

MediaCream (MC): Eines vorweg – darf ich deinen Namen nennen?

Ghostwriter: Ja, warum denn nicht? Im Internet bin ich doch auch zu finden, ich verstecke mich nicht, stehe mit meinem Namen natürlich auch ganz offiziell im Impressum…

MC: Also dann: Jens… Jens, du arbeitest jetzt schon recht lange als Ghostwriter… wie lange genau?

Ghostwriter (Jens): Seit mehr als 11 Jahren…

MC: … und wie bist du darauf gekommen?

Jens: Ich war fast 10 Jahre in der Gastronomie tätig, Inhaber einer Hotel-Personalleasing und Cocktailbar. Die Wochenenden waren quasi nicht existent und auch an den Abenden war ich meistens in irgendeinem Hotel unterwegs. Familienleben nahezu Null. Ich glaube, mein Burnout stand kurz bevor oder war schon da. Um den Kopf frei zu bekommen, war ich ein paar Tage bei Verwandten in der Schweiz und habe auf dem Thuner See eine Schiffstour gemacht, und dabei überlegt, wie es weitergehen könnte. Ich habe darüber nachgedacht, den Beruf zu wechseln und überlegt wo meine Fähigkeiten und Stärken außerhalb des bisherigen Berufsumfeldes sind. Dabei fiel mir wieder ein, dass ich während des Studiums mal für meine Kommilitonen das Schreiben der Hausarbeiten übernommen hatte – gegen kleines Geld versteht sich. „Damit lässt sich bestimmt ein Einkommen erzielen und mehr Freizeit generieren“, dachte ich und weiter „Versuch macht klug, ne?“ – und ich fing sofort danach an, erste Interessenten zu suchen.

MC: Und du hast dann anderen einfach mal eben deine Ghostwriting Dienste angeboten? Wie bist du denn an deine ersten Aufträge gekommen – ich meine, darf ich das fragen?

Jens: Das war gar nicht so schwer. Ich habe einfach im Internet nach „Ghostwriter Autor gesucht“ gegoogelt und mich bei einigen Ghostwriter Agenturen beworben… Von zwei Agenturen bekam ich sofort Zusagen. Einige Tage später den ersten Auftrag, eine Minihausarbeit über 5 Seiten. Ganz aufgeregt bin ich zu Huggendubel gefahren und habe 20 Euro in ein Buch investiert, dass ich für diesen Auftrag brauchte. Das Honorar betrug 90 Euro. Die ersten Jahre waren recht hart. Immer wieder in neue Themen einarbeiten, verschiedenste Anforderungen unterschiedlicher Unis und Dozenten berücksichtigen… Aber dann ging es immer lockerer. Über meine private Homepage bot ich mich als Ghostwriter für BWL –vor allem Finance– an, worauf ich mich inzwischen spezialisiert hatte. Die ersten Direktkunden konnte ich so gewinnen und das ohne Einschaltung irgendeiner Ghostwriting-Agentur.

Und es dauerte nicht lange, da hatte es sich per Mundpropaganda herum gesprochen, dass ich zuverlässig bin und gute Arbeiten abliefere. Noch heute kommen Kunden immer wieder, denen ich schon mal im Laufe ihres Studiums geholfen habe. Das scheint doch für die Qualität meiner Leistung zu sprechen. Manche schicken mir sogar Dankesmails. Eine kleine Bestätigung des Tuns, denn als Ghostwriter arbeitet man ja immer nur im Hintergrund und erhält meist keine Anerkennung.

MC: Wer kommt denn mit welchen Problemen so zu dir? …ich meine, was treibt die meisten Kunden zu einem Ghostwriter und letztlich zum Erstkontakt mit dir?

Überforderung und Zeitmagel - ein Ghostwriter kann helfen

Überforderung und Zeitmagel – ein Ghostwriter kann helfen

Jens: Das hat die verschiedensten Ursachen. Aber eins vorweg: Bei den wenigsten Studenten ist es Faulheit oder kein Bock oder so. Die Anforderungen der Unis sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Studiendauer hat sich deutlich reduziert. Viele Studenten müssen arbeiten gehen, um ihr Studium zu finanzieren. Es fehlt also vor allem an Zeit. Außerdem können die wenigsten Unis und Dozenten noch eine Betreuung anbieten, gerade wenn es an die Masterarbeit oder Bachelorarbeit geht.

Ghostwriter sorgen für Erfolg

Bestnoten gefragt? Ghostwriter könnten für Erfolg sorgen…

Viele Studienfächer sind einfach überlaufen und alle müssen fast zum gleichen Zeitpunkt, am Ende des Semesters, ihre Arbeit fertigstellen. Und das akademische Schreiben haben viele Studenten nicht gelernt, da dies von den Dozenten gar nicht vermittelt wird. Es wird auf einen Leitfaden oder irgendein Buch verwiesen, in dem dann steht, wie der Student seine Arbeit anfertigen soll.

Nicht jeder ist ein erfolgreicher Autodidakt; der Leistungsdruck ist enorm… also ist der Schritt zum Ghostwriter nicht abwegig.

MC: Und diese Studenten können es sich leisten, einen Ghostwriter zu beauftragen?

Erfolg im Job fängt beim Abschluss an - immer mehr greifen zum Ghostwriter

Beruflicher Erfolg fängt beim Abschluss an – immer mehr greifen deshalb zum Ghostwriter

Jens: Akademisches Ghostwriting ist nicht gerade preiswert. Aber wie eben gesagt, was bleibt dem Studenten übrig? In unserer Gesellschaft zählt der Abschluss. Ohne Master oder Bachelor bist Du nichts wert. Und mit einem schlechten Abschluss sind Deine Berufsaussichten nicht besonders gut. Das haben die Studenten natürlich realisiert. Die Investition in eine Bachelorarbeit kostet je nach Umfang einmalig ca. 2000 Euro. Das Zertifikat gilt für immer.

MC: Gibt es da nicht doch viele, die auf den Preis schauen? Ich erinnere mich noch, dass ich zu meiner Zeit als Student nie wirklich viel Geld hatte – und meist gerade so über die Runden kam…

Jens: Es gibt tatsächlich viele, die Geld haben, weil –wie schon gesagt– sie nebenbei arbeiten gehen. Das macht denen oft auch noch Spaß, während das Verfassen von Studien- oder Abschlussarbeiten ihnen die Laune vermiest: Die bezahlen dann mit ihrem Verdienst lieber einen Ghostwriter…

Manche verdienen sogar sehr viel, weil sie bereits mit beiden Beinen im Berufsleben stehen, dass sie es sich gar nicht leisten können –oder wollen–, ihre Zeit mit Semester- oder Abschlussarbeiten zu verplempern… So denken sie zumindest. Oder sie haben eben keine Zeit dafür. Und ein Ghostwriter ist schließlich schnell gefunden… heute per Google kein Problem.

MC: Und du kannst gut von den Einnahmen leben?

Jens: Ja, doch … ich musste die letzten Jahre nicht hungern, aber es hat schon ein wenig gedauert, bis das ging 🙂

„Ist Ghostwriting denn nicht illegal?“

MC: Aber – die Frage, die ich mir schon die ganze Zeit stelle: Ist Ghostwriting denn nicht illegal?

Jens: Ich bin kein Anwalt und kann deshalb dazu natürlich keine Rechtsberatung vornehmen. Wir erstellen lediglich Textvorlagen für den Kunden, welche er natürlich nicht 1:1 bei der Prüfungsbehörde einreichen darf. Es gibt aber genügend Anwälte, die sich dem Thema bereits angenommen haben und allesamt zum Schluss gelangt sind, dass der Akt des Ghostwritings unter bestimmten Voraussetzungen legal ist. Beispiele dazu finden sich bei anwalt.de oder e-Recht24.de

MC: … und warum sind viele Leute trotzdem der Meinung, dass es illegal ist? Was meinst du?

Wer Hilfe braucht, kann auch zum Ghostwriter gehen

Im Studium keine Unterstützung weit und breit? Der Ghostwriter bietet Alternativen…

Jens: Die meisten finden es eher unmoralisch. Aber das kann ich so nicht ganz nachvollziehen. Wie ich ja schon sagte, dem Studenten wird seitens der Uni teils gar keine andere Wahl gelassen, als sich an einen Schreibprofi zu wenden. Illegal…, vermutlich liegt es daran, dass ein Student, der die Arbeit eines Ghostwriters unverändert einreicht, sich illegal verhält. Verstößt er damit nicht schon gegen Gesetze, so doch in der Regel gegen die für ihn geltende Hochschulordnung…

MC: Das bedeutet, wenn er erwischt wird, wird er dafür bestraft?

Jens: Ja, vermutlich. Wenn ihm nachgewiesen werden kann, dass er eine fremde Arbeit in seinem Namen abgegeben hat, kann ihm wohl die Aberkennung der Prüfungsleistung und des Titels bis hin zum Ausschluss von der Uni –also allerhand– drohen. Strafrechtlich könnte er wohl auch noch wegen Meineides belangt werden, zumindest wenn er mit der Arbeit auch eine eidesstattliche Erklärung abgegeben hat. Aber wie schon gesagt: Ich bin kein Anwalt und kann nur mutmaßen…

MC: Sind dir aus deiner Arbeit solche Fälle bekannt?

Ghostwriter - der Unbekannte, der für dich schreibt

Ghostwriter, die billig sind oder deren Firmen im Ausland sitzen, könnten deutlich riskanter für den Kunden sein.

Jens: Nein. Offenbar fällt es den Dozenten oder Profs recht schwer, eine Ghostwriter-Arbeit als solche auch zu erkennen. Meist sind die Ghostwriter-Arbeiten sehr gut, da genauestens nach den Vorgaben der Uni gearbeitet wird. Eher werden Plagiate aufgedeckt – oft bei Studenten, die lieber abschreiben, als selbst Ideen und Texte zu entwickeln.
Oder bei Studenten, die sich ihren Ghostwriter allein über den Preis ausgesucht haben. Wenn jemand wenig Geld für seine Schreibleistung bekommt, versucht er schneller und effizienter zum Ziel zu kommen. Das kann dann das Kopieren oder Wiederverwenden von Textmaterial begünstigen…

MC: Besteht also zwischen Ghostwriting und Plagiaten ein Zusammenhang – wie es schon so oft in der Presse kolportiert wurde?

Jens: Jein. Leider gibt es einige unseriöse Ghostwriting-Agenturen. Wer es also möglichst billig haben will, geht dadurch ein höheres Risiko ein, dass seine Arbeit durch die Plagiatsprüfung des Profs oder der Uni fällt…

MC: Bei dir auch? … ich meine, trägt dein Kunde auch dieses Risiko?

Jens: Definitiv nein! Wir arbeiten mehrstufig. Nach der Erstellung der eigentlichen Arbeit erfolgt ein Lektorat durch einen anderen Autor, der dabei auch die dargestellten Zusammenhänge auf Plagiate prüft. Zum Abschluss und nach Revision durch den Kunden erfolgt bei uns eine Plagiatsprüfung mit dem Tool „PlagScan“, das auch von vielen Unis verwendet wird. Auf Wunsch erhält der Kunde das Protokoll dieser Überprüfung…

MC: Das bedeutet, wenn Guttenberg dich beauftragt hätte, wäre er heute noch im Amt?? Kleiner Scherz am Rande… 😉

Jens: Nein, das kommt ganz gut hin – ich sehe das tatsächlich so. Letztlich wissen wir aber nicht, was damals passiert ist. Einige Indizien weisen aus meiner Sicht allerdings darauf hin, dass er einen Ghostwriter hatte – und hier leider den falschen beauftragt hat…

Ghostwriter arbeiten oft im Team

Teamwork: Ein Autor schreibt, der nächste korrigiert & lektoriert – zum Schluss kommt der Plagiats-Check…

Abgrenzung Ghostwriting vs Plagiat

Vom Ghostwriting zu unterscheiden ist das Plagiat, also das Abschreiben oder die unerlaubte Nutzung eines bereits anderswo verwendeten oder veröffentlichten Textes oder seiner Teile.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ghostwriter

 

MC: Wie findet ein Student denn den „Richtigen“? Schließlich will kein Ghostwriting-Kunde zum „Totalausfall“ werden…

Panik im Studium führt oft zum Ghostwriter

Panik im Studium führt oftmals zum Ghostwriter

Jens: Naja, da es bisher kein objektives Vergleichsportal zum Thema Ghostwriter gibt, weil viele lieber im Verborgenen arbeiten, muss das Bauchgefühl des Studenten herhalten. Oder eigene Erfahrungen bei vorangegangenen Aufträgen. Ich meine, wenn ein Student schon mal eine Hausarbeit in Auftrag gegeben hat und dabei positive Erfahrungen sammeln konnte, kommt er meist wieder… Auch halte ich nichts von Anbietern, deren Firmensitz im entfernten Ausland ist – aber jeder muss für sich selbst entscheiden, wem er vertraut… Etwas mehr Risikobewusstsein lege ich aber jedem Studenten ans Herz, der mit dem Gedanken spielt, einen Ghostwriter zu beauftragen.

MC: Was wären denn die Alternativen?

Studienfrust führt zum Ghostwriter

Keinen Plan? Studienfrust? Ein Ghostwriter könnte helfen…

Jens: Der zweifelnde oder verzweifelte Student könnte an seiner Uni eine stärkere Betreuung einfordern. Auch könnte er sich coachen oder beraten lassen. Letztlich kann er darüber hinaus auch noch mehr legale Hilfen in Anspruch nehmen…

MC: … die da wären?

Jens: Na, z.B. eine Anfangsrecherche nach relevanter Literatur in Auftrag geben, Beispiele von Struktur und Konzept anfertigen oder ein Exposé anfertigen lassen, das Korrektorat und/oder das Lektorat von einer Agentur durchführen lassen…

MC: Diese Leistungen bietest du auch an?

Jens: Ja, der Kunde bekommt bei uns, was er braucht. Wenn die Hilfe für ihn legal bleibt – umso besser.

MC: Und wenn er sich am Ende doch für’s Ghostwriting entscheidet – wie anonym kann das für ihn ablaufen?

„Der Kunde bleibt immer anonym“

Jens: Der Kunde bleibt immer anonym. Gegenüber der Agentur ist es seine Entscheidung, ob er seinen richtigen Namen nennt, oder nicht. Viele Kunden verwenden einen Alias. Aber andere stehen dazu, einen Ghostwriter zu beauftragen, und haben kein Problem damit ihren Namen oder die Universität an der sie studieren zu nennen. Gegenüber dem Autor werden Kundennamen nie genannt. Telefonkonferenzen sind immer anonym zwischen „Herrn Ghostwriter“ und „Herrn Auftraggeber“.

MC: …ich meine, wie geschützt ist seine Identität? Wer erfährt überhaupt, dass er euch beauftragt hat?

Jens: Niemand.

MC: Das klingt für mich überzeugend, auch wenn ich glaube, dass ich persönlich niemals einen Ghostwriter bräuchte… Jens, ich danke dir für das tolle Gespräch!

Jens: Bitte, bitte – keine Ursache…

 

[Das Interview führten Jens / Agentur 1A-Ghostwriter und Christian / Mediacream im Sommer 2017.]

 

Ghostwriterin mit Erfahrung - sie weiß, was sie tut

Akademisches Ghostwriting? Überlege vorher gut und recherchiere besser gründlich…

Schlusswort

Ich hoffe, dass dir das Lesen des Interviews genauso viel Spaß gemacht hat, wie mir das Aufzeichnen. Ich weiß durchaus, dass Ghostwriting ein Reizthema ist, das die Menschen stark polarisiert:
Manche halten es für unethisch, unmoralisch und verwerflich, andere sehen es als Möglichkeit, dem komplizierten und verkorksten Bildungssystem in Deutschland ein Schnippchen zu schlagen. Und aus Sicht des Ghostwriters betrachtet kann man sagen: „Wenn ich es nicht mache, dann machen es andere – bei denen die Qualität vielleicht nicht die gewünschte Höhe hat.“

Rein wirtschaftlich betrachtet bildet sich doch immer dort ein Markt, wo eine Nachfrage existiert. Und solange das Anbieten der Leistung nicht verboten wird, wird es auch immer „legaleGhostwriter geben, die auch offen damit antreten dürfen. Wird es jedoch verboten, werden manche wieder Wege finden, dieses Verbot zu umgehen – schließlich gibt es Ghostwriting schon so lange, wie es Schrift gibt – und wird es aus meiner Sicht auch immer geben, solange es Menschen gibt, die schreiben können… That’s life!

Ghostwriterin - Ghostwriting ist Vertrauenssache

Wann und warum das Licht ausgeht? Das weiß nur die Zukunft…

Weiterführende Links

Beitrag aus ZEIT Campus „800 Euro für meine Bachelorarbeit“,
Beitrag aus Kariere-Spiegel „Geheimberuf Doktormacher“,
Beitrag vom Deutschlandfunk „Ghostwriting-Report“.

Ghostwriter haben selten Pause

Ghostwriter haben selten Pause

 

Wie denkst du über das Ghostwriting? Lehnst du es vehement ab oder könntest du dir vorstellen, das auch mal zu probieren? Schreib mir das doch einfach in die Kommentare 😉 …

Schreibe einen Kommentar