Brot selbst backen

Vollkornbrot in Scheiben - denn ein Brot zu backen ist einfach.

DIY Brot – als Selbstversorger selbst backen

Wenn ich mich zurück erinnere, dann habe ich etwa in 2001/2002 angefangen, meine Brote selbst zu backen. Zunächst habe ich mir verschiedene Mehlsorten gekauft und hiermit einige Rezepte probiert – von süßem Weißbrot bis hin zum extrem dunklen Vollkornbrot. Auch habe ich Fertigbackmischungen mit Hefe und Weißmehl auf das Doppelte gestreckt und diese Mischungen mit Sonnenblumenkernen und anderen gesunden Körnern angereichert.

Mehlschublade der GetreidemühleSpäter bin ich dazu übergegangen, das Mehl mit einer Mühle selbst immer frisch herzustellen und alle zusätzlichen Zutaten gezielt auszuwählen.
Der Zucker ist heute Rohrohrzucker in Bioqualität, das Salz ist jodfrei und stammt aus dem Himalaya, die Körner (z.B. Buchweizen, Roggen, Weizen, Reis) sind ebenfalls Bioqualität und – soweit möglich – aus deutscher Produktion.

Wenn ich den Bedarf verspüre, glutenfrei zu backen, kommt zum Buchweizen z.B. Naturreis oder Wildreis dazu (jeweils ungeschält – wobei der Wildreis ja im engeren Sinne eigentlich gar kein „Reis“ ist)…

Was brauche ich für ein Brot?

Das Standardrezept wäre etwa wie folgt: 400 g frisch gemahlenes Vollkornmehl, 1 Würfel oder 1 Pkg. Hefe, 1 TL Salz, 1 EL Rohrohrzucker, 450 ml Wasser.

Stapel mit Brotbackbüchern

Brotbackbücher gibt es viele.

Willst du das Brot schön als Teigklumpen geformt im Herd backen, brauchst du etwas weniger Wasser (380-400 ml), bäckst du in einer Kastenform oder im Brotbackautomaten, brauchst du ggf. auch etwas mehr (450-480 ml).
Im Detail hängt die Wassermenge auch noch von den verwendeten Körnern und den weiteren Zutaten ab – da hilft dir letztlich nur, das mit deinem Mehl und unter deinen Bedingungen auszuprobieren. Als Ausgangsbasis nimmst du die hier genannten Werte und gibst bei Bedarf etwas mehr Wasser oder etwas mehr Mehl dazu, bis dein Teig die von dir gewünschte Konsistenz hat: Probiere es also einfach aus…

Dieses Brot schmeckt mir zu fade …

Muss gesundes Brot so schmecken? … Klare Antwort: Nein. Du kannst beliebige Kräuter und Gewürze dazu geben, aber auch den Teig um Kerne anreichern, die mit ihrem typischen Eigengeschmack das Brot aufwerten.
Bei den Gewürzen sind Kümmel, Schwarzkümmel, Anis oder Kumarin eine gute Wahl, von denen du die ideale Menge  ausprobieren musst. Ich bevorzuge zur o.g. Mehlmenge etwa 10-15 g Anis und 10 g Kümmel.
Bei Kumarin und Schwarzkümmel sei bitte vorsichtig mit der Menge – fang besser erstmal mit 5 g an zu experimentieren. Da ich ein Fan von Muskatnuss bin, kommen immer noch ein paar Gramm Muskatnussreste aus der Muskatmühle dazu. Wobei mir durchaus bewusst ist, dass die ätherischen Öle, die maßgeblich den Geschmack beeinflussen könnten, während des Backvorgangs durch die anliegende Hitze verdampfen. Ich mache Muskatnuss aber trotzdem ins Brot… 🙂

Die Kerne, die du ungemahlen zum Teig dazu gibst, wären etwa 20-25 g Sonnenblumenkerne, 20 g Sesam und 25 g Leinensaat.

Ein kleiner Geheimtipp

Ich bezeichne das deshalb immer als „Geheimtipp“, da ich es woanders noch nie gesehen/gelesen habe:
Gib zu deinem Teig noch etwa 30 g Kokosraspel dazu – und du steigerst damit das spätere „Kauerlebnis“, da sich das fertige Brot beim Zubeißen deutlich besser anfühlt – am Geschmack ändert sich dadurch aber nichts, lediglich der Ballaststoffanteil nimmt durch die Kokosraspel noch ein bisserl zu…

Sonnenblumenkerne - Kokosraspel - Sesam - Leinsaat

Sonnenblumenkerne – Kokosraspel – Sesam – Leinsaat

Welche Körner bzw. Getreidesorten sind am besten?

Die Frage musst du dir selbst beantworten. Wenn du unter Glutenunverträglichkeit leidest oder einfach nur glutenfreies Brot backen und essen willst, ist die Kombination aus 200 g Buchweizen und 200 g Naturreis eine gute Wahl. Wenn du bestimmte Inhaltsstoffe (Mineralien, Eiweißarten, Ballaststoffe, etc.) bevorzugst, probiere auch Hafer und Hirse aus. Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, dass Hirse und Mais mir in größeren Mengen im Brot nicht bzw. zu trocken schmecken, so dass ich davon maximal 50 g in einem Brot verbacke. Vielleicht ist es aber nur eine Frage der Wassermenge – hier hilft Experimentieren und Ausprobieren dir wieder weiter…

Eine etwas anders aufbereitete Art des glutenfreien Vollkornbrotrezeptes findest du von mir auf PageWizz*.

Meine Webseite „Getreidemühle kaufen

Da die Themen „Brot selbst backen“ und „Mehl selbst mahlen“ für mich ja schon für lange Zeit ständige Begleiter waren, habe ich im Frühjahr 2016 im Rahmen einer Nischenseitenchallenge dazu eine Webseite aufgesetzt: Getreide-Muehle-kaufen.de.

Webseite Getreide-muehle-kaufen.de

Dort sammele ich Informationen zu den verschiedenen Körnern (u.a. Getreidearten: Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Hirse, Reis, Mais), verschiedene Infos zu Getreideanbau, zum Mühlenwesen und zu den am Markt für den Heimbedarf vorhandenen Getreidemühlen.
Zum einen natürlich dazu, um mit dieser Seite durch Werbeeinnahmen etwas Geld einzuspielen – aber auch, weil es ein Herzensthema von mir war und ist.
Die Seite selbst ist leider noch im Aufbau, so dass viele der von mir erarbeiteten Informationen noch aufbereitet werden müssen und deshalb fehlen, was durchaus schmerzlich ist. Aber falls dich das Thema – sprich „Selbst mahlen und selbst backen“ – interessiert, schau doch dort trotzdem mal vorbei: Vielleicht siehst du dort ja schon die eine oder andere nützliche Inspiration oder Information…

Ergänzende Bemerkung zur gesunden Ernährung

Ja – ich habe irgendwann mal beschlossen, mich gesünder zu ernähren. Das bedeutet für mich in erster Linie, bewusster bei der Auswahl der Nahrungsmittel zu sein. Es bedeutet aber nicht, immer auf alles, was lecker ist oder Spaß macht, zu verzichten. Durch das bewusstere Auswählen werden die ungesunden oder schädlichen Einflüsse fast automatisch abnehmen, wenngleich nicht ganz verschwinden.
Mit anderen Worten: Ich versuche, einen für mich akzeptablen Mittelweg zu gehen, um das Thema „gesunde Ernährung“ so stressfrei wie möglich zu bedienen. So will ich auch nach außen niemanden bekehren, da gesunde Ernährung für mich keine Glaubensfrage ist, die es gilt, bei anderen durchzusetzen – sondern eine Entscheidung des jeweils einzelnen darüber, was ihm persönlich gut tut oder sich für ihn gut anfühlt. Und da ist jeder eben anders… 😉

Brot vor Obstschale

Gesunde Ernährung besteht aus vielen Komponenten…

Wenn dich dieser Beitrag dazu inspiriert hat, deine Ernährung zukünftig etwas zu verändern, dann schreib mir doch bitte einen Kommentar dazu… 🙂

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