Blog, blog… der Blogger

Blogger

Ein alter Witz, den ich schon als Kind sehr oft gehört habe: „Trap, trap… der Trapper. Trip, trip… der Indianer.“ 🙂 – veranlasst mich heute zum vergnügten Ausruf: „Blog, blog… der Blogger!“

 

Wie kommt es? Ich habe mir klar gemacht, dass ich heute als Blogger über das Bloggen in einem Blog schreibe. Ist schon etwas krass, sich eine Welt aus dem nichts zu schaffen und dann darüber zu lamentieren… Ist so ähnlich, wie der Affiliate-Marketer, der über Affiliate-Marketing schreibt, um als Affiliate von was-weiß-ich damit Geld zu verdienen 😉 – bäh!

Aber bleiben wir einfach mal beim Bloggen: Es macht Spaß zu schreiben, also schreibe ich – und getreu nach René Descartes möchte ich jetzt auch sagen: „Ich blogge, also bin ich.“ – genau, „… und wie!“

Nun, wo kommt denn eigentlich dieser Begriff her – Blog –, den es in meiner Jugend noch so gar nicht gab? Irgendwann irgendwo habe ich es mal gelesen: Das ist die Kurzform für WebLog, wobei es Logs oder Logbücher ja schon sehr, sehr lange gibt – nur eben nicht im Web, weil es das ja bekanntermaßen noch nicht so sehr lange gibt. Und der Betreiber eines Weblogs ist halt der Weblogger oder kurz „Blogger“, der sein Logbuch eben regelmäßig im Web führt respektive veröffentlicht. Naja, so bloggt er nun vor sich hin und wartet darauf, dass andere Blogger oder Besucher seines Blogs seine fleißig erstellten Blogposts auch lesen und vielleicht gar kommentieren. Er wartet auf Traffic und auf das Aufsteigen in Googles Ranking. Macht dabei aber mal hier, mal da einen Fehler, so dass sich schon die pure Sichtbarkeit bei Google erst nach sehr, sehr langer Zeit einstellt.

„Welche Fehler kann man denn da machen?“ fragst du dich jetzt vielleicht. Ja, einige halt. Also, Fehler Nummer 1 ist die Verwendung einer robots.txt-Datei im Rootverzeichnis deiner Website, die die Erfassung durch Suchmaschinen ausschließt. Es kommt eben vor, dass man sich so eine Datei bastelt und ins Verzeichnis packt, um am Anfang tatsächlich nicht erfasst zu werden – zumindest solange kein oder kaum Inhalt auf der eigenen Seite ist, wenn sie also noch „under construction“ ist.

Unter google.com/webmasters bekommst du aber schnell dazu Feedback, wenn du deine Website zum Indizieren bei Google anmelden willst. Spätestens da wird dir klar: „Oops, die robots.txt muss wohl weg!“ Naja, reicht möglicherweise nicht, da der Eintrag irgendwo da draußen noch gecached wird – also überbügeln mit einer leeren Datei –, und siehe da, die Indizierung durch Google läuft fehlerfrei durch. Jetzt etwa 2 Wochen warten, dann findet Google auch die eigene Seite, nicht? Pustekuchen, denn 4 Wochen später ist immer noch bei der direkten Abfrage per „site:“-Suche von einer robots.txt die Rede, die verhindert, dass Google die Inhalte der Seite anzeigt. Warum? … lass uns überlegen… da war doch mal was, oder?

Und damit sind wir schon bei Fehler Nummer 2: Beim Aufsetzen von WordPress, ganz am Anfang, als die Domain beim Provider in Betrieb gegangen ist – also gefühlt ein halbes Leben lang her: Ja, da konnte man irgendwo im WordPress-Menü angeben, ob die Seite von Suchmaschinen gefunden werden soll. Und da ja noch kein Inhalt drauf war, klickt man das Häkchen für „nein“ an – ist doch logisch, oder? Nur neigt der gemeine Website-Betreiber im Anschluss daran dazu, solche Dinge auch mal zu vergessen. Ja – genau, shit happens!

Also wieder durch das WordPress-Menü gewühlt, und siehe da – im Menüpunkt Einstellungen unter dem Unterpunkt Lesen gibt es das klitzekleine Häkchen bei Sichtbarkeit für Suchmaschinen – als Erklärung steht da noch so schön: „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren.“ Ja, das klappt wirklich gut. Und vor allem scheint die robots.txt für alle Unterseiten „on-the-fly“ generiert zu werden, so dass die Suche mit FileZilla via FTP-Zugriff keine verdächtigen Dateien zu Tage fördern konnte…

So jetzt aber… und siehe da, plötzlich fängt Google an, die Website innerhalb von 2 Tagen zu kennen und zu finden.

Das Positive aus der Geschichte? Aus Fehlern lernt man. Deshalb mache ich sie halt auch sooo gerne 😉 … Und – vielleicht hilft es dir ja, wenn du mit deinem Blogprojekt noch nicht angefangen hast – falls du diese kleine Geschichte im Hinterkopf behältst, bis es dann bei dir auch soweit ist.

Alle anderen lachen sich jetzt vermutlich ins Fäustchen – aber auch das ist ok so, denn ein bisserl Spaß soll ja sein. Wenn du dir also jetzt denkst: „You made my day!“, ist das prima und ich freue mich darüber 🙂 …

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