Auf dem Weg zur 4HWW – wie alles anfing

4HWW

Vor etwa 5 Jahren bin ich durch Zufall über ein Hörbuch gestolpert, das ich mir gleich 2x hintereinander angehört habe. Danach habe ich es noch einigen Kollegen weiter empfohlen, weil es voll unseren Nerv traf und ein Ausweg aus dem alltäglichen 9-to-5-Frust versprach… Was haben die Kollegen oder ich damals daraus gemacht? … nichts, absolut nichts.

Dieser Zustand hielt bei mir allerdings nur bis Anfang 2014 an – dann habe ich spontan beim Finanzamt meine „kreative“ Selbständigkeit angemeldet. Es ging aber nicht wirklich los. Denn ich war zu langsam und alles war mir zu mühsam. Weiter nach Ideen suchend und kraftlos vom 9-to-5-Job ging erstmal gar nichts – es entstand einfach kein Business: Die bereits angemeldeten Domains lagen brach, die Accounts bei hatchwise*, fotolia* und auf einigen Plattformen, die es teilweise heute schon nicht mehr gibt, hatte ich zwar angelegt, aber nicht mit „kreativen“ Inhalten befüllt.

Erst Mitte 2015 entstanden einige Ideen für weitere Domains und eine – zwar noch diffuse – aber deutliche Ausrichtung auf eine moderate Content-Produktion. Erste Einnahmen sind dann Ende 2015 dazu gekommen und der Wille, noch mehr auszuprobieren und auch deutlich mehr Zeit einzubringen.

So ist – quasi als „Nebenprodukt“ – auch dieser Blog zum Leben erwacht, getrieben von meinem klar erklärten Willen, mit 9-to-5 aufzuhören und dort für immer auszusteigen. Meine Ziele sind Freiheit und Glück, Selbstbestimmung und Abenteuer – aber da bin ich nicht. Noch nicht… 🙂

4HWW

Ach ja: Das Buch, das mir damals den initialen Anstoß gegeben hat, war Die 4 Stunden Woche* von Tim Ferris, das sicher die meisten kennen und auch du vielleicht schon mal gelesen oder gar als Hörbuch genossen hast(?).
[Das Original trägt den Titel „The 4-Hour Workweek“ und wird deshalb von der Community auch liebevoll 4HWW genannt.]

Wenn du es jedoch noch nicht kennst, dann kann ich es dir nur wärmstens ans Herz legen, da der Inhalt ausgesprochen inspirierend und ideenstiftend ist. Selbst dann, wenn du bisher gar nicht realisiert hast, dass in deinem Leben etwas fehlt oder das Ganze nicht so läuft, dass du auf Dauer glücklich sein wirst. Da es auch einen hohen Unterhaltungswert hat, kann ich es wirklich bedingungslos jedem – ja, richtig gelesen: Jedem! – weiter empfehlen. Besorg es dir, nimm dir die Zeit und lies es dir durch oder höre es dir an: Dir werden die Augen (ggf. auch die Ohren) geöffnet. Und im Idealfall wird es auch dein Start in ein neues, spannenderes, kreativeres, glücklicheres und vermutlich auch zufriedeneres Leben. Glaube mir, es hilft dir. Deshalb: Just do it. And … do it now!

„So, so“, wirst du jetzt aber denken „– nur 4 Stunden pro Woche arbeiten – geht das denn?“ Sicher eine berechtigte Frage. Eine andere Frage, die du dir in diesem Zusammenhang auch stellen müsstest: „Will ich das überhaupt?“

Fangen wir bei der zweiten Frage an: Wenn du wenig bis nichts machst, keine Verpflichtungen hast, ist das doch klasse, denkst du vielleicht spontan. Zumindest auf den ersten Blick. Nun stelle dir vor, dass du die nächsten 3 Monate – dann die nächsten 3 Jahre, dann die nächsten 30 Jahre – nichts oder kaum etwas machst… Merkst du was? Den meisten ist das auf Dauer zu langweilig – immer nur am Strand abhängen, Cocktails schlürfen und am Abend die nächste Party – … einfach nur höllisch langweilig. Die meisten von uns würden verkümmern – du vermutlich auch(?).

„Worum geht es denn jetzt wirklich?“ wirst du nun denken. Hmm, es ist anders gemeint, als es auf den ersten Blick scheint: Du machst vielleicht 4 Stunden pro Woche das, worauf du keinen Bock hast. Mir fallen schnell einige Sachen ein, die ich in die „keinen Bock drauf“ Kategorie einsortieren würde: Adminkram (Ablage), Steuerbelege sortieren, Rechnungen schreiben oder bezahlen, Buchungen durchführen, mit ätzenden Leuten telefonieren, Website und Plug-Ins aktualisieren und, und, und… „Ok, um einige dieser Sachen kommen wir nicht herum, aber der Rest der Zeit ist also Freizeit, ja?“ Nein. Auch so ist es nicht gemeint. Vielmehr geht es darum, die Dinge zu machen, die dir momentan Spaß machen oder früher einmal Spaß gemacht haben (wenn du länger darüber nachdenkst, fallen sie dir auch wieder ein). Oder Dinge zu tun, die du schon immer mal machen wolltest oder in denen du richtig gut bist. Meist sind das Hobbies oder Träume. Aber wenn du diese machst und dann dabei bzw. damit auch noch Geld verdienen kannst, dann fühlt sich das für dich nicht wie Arbeit an, selbst wenn du 50 Stunden pro Woche oder mehr damit beschäftigt bist, sondern als Spaß. Wenn dir das dann keinen Spaß mehr macht, hast du dir das Falsche ausgesucht und musst einfach das nächste Thema ausprobieren. Macht es aber Spaß, wirst du es vom Gefühl her eben nicht auf die Arbeitszeit pro Woche aufaddieren – et voilà, schon sind es nur noch 4 Stunden pro Woche (die, an denen du dann den für dich eher ätzenden Kram machst)…

Hast du die Logik dahinter begriffen? Also: Es geht nicht primär darum, „reich zu werden“ oder „gar nichts mehr zu tun“, sondern vielmehr darum, dabei viel Spaß zu haben, dadurch glücklich zu sein und trotzdem nicht zu verhungern.

Andersherum allerdings: Wenn du schon absolut glücklich bist mit dir und deinem Leben, dann ist das Buch und das Konzept dahinter nichts für dich – ist aber toll, dass du den Artikel bis hierher gelesen hast 😉 … sei aber wirklich, wirklich ehrlich zu dir, bevor du das Thema wieder zur Seite packst oder verdrängst: Denn andere leben bereits ihren Traum und haben Spaß dabei. Es wäre doch toll, wenn du auch dahin gelangen könntest, oder?
Ich mag zumindest mal ausprobieren, diesen Weg zu gehen… alsooooo, … kommst du mit??? 🙂

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